Netzwelt – Die Hackergruppe Anonymous setzt sich nicht nur für mehr Freiheit im Netz ein, sondern auch gegen Kinderpornografie. Das bewies die Gruppe an diesem Wochenende auf beeindruckende Weise. Erst kennzeichneten sie Kinderpornografie als so genanntes “Darknet” und legten dann mit der Operation “OpDarknet” mehr als 40 Seiten auf Eis, die Kinderpornografie fördern, indem sie den Hoster “Freedom Hosting” unterwanderten und das illegale Material löschten.

“Freedom Hosting” wurde relativ schnell zum “Feind Nummer 1″ bei “OpDarknet” erklärt, da sie “öffentlich Kinderpornografie unterstützen und es Pädophilen so ermöglichen, unschuldige Kinder zu sehen”, heißt es in einer Erklärung der Gruppe. Der Hoster setze die Kinder so der “Gefahr der Entführung, Belästigung, Vergewaltigung und des Mordes” aus. Er gilt laut Anonymous-Angaben als der größte Server mit Kinderpornografie, der auch die Website “Lolita City” hosted. Über 100 Gigabyte an Kinderpornografie sind durch den Angriff gelöscht worden. Und auch andere solcher Seiten sollten sich sicher sein, dass sie bald vom Netz genommen werden, so Anonymous.

Usernamen veröffentlicht

Natürlich, so gehört es sich, hat die Gruppe “Freedom Hosting” vorab gewarnt. Erst, als der Hoster nicht reagierte, nahm man den “Feind Nummer eins” unter Beschuss. Nachdem der Hoster die Backups installiert hat, griff Anonymous erneut an und nahm die Services endgültig vom Netz. Anschließend wurden noch über eintausend Usernames der Nutzer von “Lolita City” veröffentlicht, wie die Huffington Post berichtete.

Ändert man sein Image bei Anonymous?

Über Aktionen von Anonymous wird viel diskutiert. Viele unterstützen die Gruppe bei ihren Zielen, das Internet zu einem gerechten, freien Raum zu machen, viele nennen sie kindisch und naiv. An “Operation Darknet” hingegen sollte wenig zu kritisieren sein. Kinderpornografie ist so ziemlich das Letzte, was das Internet seinen Nutzern bieten sollte. Vielleicht geschieht bei den vielen Kritikern ja nun ein Umdenken, so dass man erkennt, dass Anonymous für uns Nutzer ist und genug Macht hat, uns zu schützen und unsere Rechte durchzusetzen. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht bei 100 Gigabyte Kinderpornos bleibt und Anonymous mehr und mehr Websites und Server auf Eis legt.

Hier die Videobotschaft der Hacker:

(via, via, via)

2 Responses to Anonymous legt Kinderpornografie-Server down und veröffentlicht Namen der User

  1. Operation Darknet: „Kinderschänder an die Wand stellen!“…

    „Der Staat ist da viel zu lasch!“ So stammtischen die meisten (Männer) zum Thema Mißbrauch von Kindern. Wobei mich nicht wundern würde, wenn dieselben Leute über die gewalttätige, unkontrollierte……

  2. Julia sagt:

    Anonymous sollten auch die restlichen Seiten löschen!!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Spam protection by WP Captcha-Free

Freunde werden?

In 140 Zeichen

Fan werden?