Ferrari-Grünen-Bild: Was ich aus der Social-Media-Welle lernte und warum ich das Bild löschte

Twitter

Es ist 14:51 Uhr am Montag, als ich mich entschließe, ein Bild auf Twitter und wenig später auch auf Facebook zu teilen. Darauf zu sehen: Die Geschäftsstelle des Kölner Kreisverbandes der Grünen, zwei für Behinderte deklarierte Parkplätze, ein Porsche und ein Ferrari. Man kann sich nun ungefähr vorstellen, wie dieses Bild gewirkt hat. Ich gab ihm den Zusatz: „Ich möchte dieses Bild – in all seinen Facetten – einfach mal unkommentiert wirken lassen.“ Gewirkt hat es. Nur leider nach und nach in eine Richtung, die ich nicht mehr vertreten kann und möchte. Was ich aus der Erfahrung lernte und welche Konsequenzen ich daraus zog.

// Hier gibt es eine (traurige) Fortsetzung vom November 2015.

Das Bild implizierte ohne Zweifel auch ohne Kommentar eine Verbindung zwischen den Grünen und den beiden Sportwagen. Das Bild implizierte aber auch, dass zwei Sportwagen (ohne Behindertenausweis!) auf Parkplätzen stehen, die für Behinderte vorbehalten sind. Die Kombination aus den vielen Ebenen, auf denen das Bild einerseits traurig bemerkenswert und andererseits einfach nur lustig ist, veranlasste mich, es zu posten. Es dauerte nicht lang, da gingen die ersten Retweets ein, die ersten Nutzer favorisierten meinen Tweet und teilten mein Bild auf Facebook. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, schließlich legt es ein solches Motiv schlicht darauf an, geteilt zu werden.

Dass die Sportwagen natürlich nicht den Grünen gehören, war den meisten dann auch relativ schnell klar. Sie lachten, retweeteten, antworteten kurz und die Sache war durch. Doch irgendwann nahm die Sache eine gefährliche Eigendynamik an, die ich zwar sehr spannend und bemerkenswert finde, allerdings nicht, wenn ich Ursprung und Mittelpunkt des Ganzen bin. Meine Twitter-App war den restlichen Montagnachmittag quasi unbrauchbar, auf Facebook ein ähnliches Bild. Abends kamen mir die ersten Bedenken: Soll ich das Bild nicht lieber löschen, bevor die Stimmung kippt? Soll ich das Ganze nicht lieber beenden, bevor es nachher zu spät ist? Ich ließ es online. Warum, weiß ich nicht. Vielleicht, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass das Bild zum Schmunzeln war – und keine Hass-Tiraden gegen Grüne, Behinderte, Politiker im Allgemeinen und mich auslösen sollte. Vielleicht aber auch, weil ich die Situation unterschätzt habe.

Der Kontrollverlust

Ich bin keinesfalls naiv. Schon gar nicht im Social Web. Ich weiß durchaus, was hier möglich ist, welche Wellen Dinge schlagen und was sie für Konsequenzen haben können. Dennoch dachte ich nach wie vor, die Situation sei „noch im Rahmen“, irgendwie unter Kontrolle. Bis zum nächsten Morgen.

Dienstag, 7:00 Uhr. Mein Wecker klingelt. Verschlafen schalte ich ihn aus, ebenso wie den Flugmodus an meinem Handy. Ich habe schon gar nicht mehr an das Bild gedacht, bis mir die Kraft der Eigendynamik schlagartig bewusst wurde: Mein iPhone stand nicht mehr still. Mehrere Tausend Retweets, einige Hundert Favorisierungen, etliche Likes auf Facebook, neue Follower, Antworten und Kommentare ratterten auf meinem Display auf und ab. Leichte Überforderung machte sich breit, eins nach dem anderen.

1Spätestens nach dem ersten Scan meiner Twitter-Timeline wird mir klar: Eine Löschung am Abend wäre vernünftig gewesen. Der „Express“ hatte extra einen eigenen Fotografen vorbei geschickt und die Szene noch mal dokumentiert und aufgeklärt, „SPIEGEL ONLINE“ fragt an, ob sie das Bild verwenden dürfen, eine SMS von einem RTL-Mitarbeiter, eine Anfrage von einer Talkshow-Produktionsfirma.

Ich habe mich wirklich gefreut, dass der „Express“ aufgeklärt hat, dass die Wagen zu einer ansässigen Immobilienfirma gehören und dass die Behindertenparkplatz-Schilder von dieser aufgestellt wurden, um Falschparker fernzuhalten (allein das rechtfertigt das Bild eigentlich schon wieder!). Andererseits aber ist genau diese Aufklärung der Auslöser für eine weitere Verschlimmerung der Stimmung. Na klar, nun wirkt es wirklich so, als wolle ich nur den Grünen eine falsche Tatsache unterjubeln, ihnen damit schädigen. Dabei ist das eigentlich völliger Blödsinn. Von allen Parteien im Bundestag kann ich mich – trotz vieler unterschiedlicher Auffassungen – noch am ehesten mit den Grünen identifizieren. Und auch wenn Ströbeles Reise zu Snowden sehr werbewirksam war: Ich ziehe meinen Hut vor Ströbele und Konstantin von Notz. Denn letztlich waren ihre Reden bei der jüngsten Debatte vor dem Bundestag die einzigen beiden, bei denen man überwiegend und ohne großes Kopfschütteln zustimmen konnte. Ich habe definitiv kein Interesse daran, den Grünen zu schaden.

Mit dem Artikel auf „SPIEGEL ONLINE“ nimmt das Drama dann weiter seinen Lauf. Man muss nur dort mal ins Kommentar-Forum schauen und man blickt direkt in den gesellschaftlichen Abgrund. Was manche Leute aus einem simplen und – nach wie vor – witzigen Bild machen, ist traurig. Fakt. Dennoch: Ich habe SPON mein Bild gerne zur Verfügung gestellt. Einfach weil ich gedacht habe, dass ich damit den Grünen in Köln helfe, sich wenigstens einigermaßen vernünftig aus der Affäre zu ziehen.

„Hast du nicht schon genug an der Sache verdient?“

Inzwischen haben es weitere Hundert Menschen geteilt, kommentiert, geliket. Zeit für einen Anruf bei den Grünen. Am Telefon ist Kevin Liebig von der Mitgliederbetreuung. Er habe dank mir viel zu tun heute, sagt er. Sauer sei man aber nicht. Er bestätigt mir noch mal das, was er „SPIEGEL ONLINE“ kurz zuvor auch gesagt hat: Es musste auf kurz oder lang zu diesem Bild kommen. Ich fühle mich schuldig. Letztlich sollte es ein kurzer Lacher sein, ein Witz und gut. Des grandiosen Motives wegen, nicht gegen die Partei. Aber im Gegenteil, die Lage verschlimmert sich weiter. Kevin und ich wollen den Kontakt halten und gegebenfalls zusammen auf die Situation reagieren. Ich möchte helfen, das Thema wieder sachlicher zu gestalten, antworte einigen Nutzern mit Links zu SPON und „Express“, helfe bei der Aufklärung.

Inzwischen nimmt das Bild auf meiner Facebook-Seite erst richtig Fahrt auf. Viele Nutzer keifen sich nun untereinander an. Und auch gegen mich wird inzwischen überwiegend geschossen. Letzteres ist mir Schnuppe, Beleidigungen auf meiner Facebook-Seite aber nicht. Ich beginne, erste Kommentare zu löschen und zu moderieren. Doch gegen die Masse ist kein Ankommen. Auch mein Artikel auf der Internetseite des „Kölner Stadt-Anzeigers“ hilft da nicht weiter. Auch dort kläre ich die Sache noch mal auf. Nun wirfte man mir vor, ich wolle aus der Sache nur noch Geld machen und solle doch endlich aufhören, darauf hinzuweisen.

Besonders trifft mich, dass es inzwischen auch um meine Reputation zu gehen scheint. Ein junger Journalist, der mit provokanten Bildern groß rauskommen will, sei ich. Die Grünen zudem ohnehin geistig behindert, der Parkplatz passe also und überhaupt: Das Bild ist ja nur eine Fotomontage. Auf Google Streetview gibt es keine Parkplätze, dort gibt es nur eine Grünfläche. Könnte daran liegen, dass das Streetview-Bild von 2008 ist. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass sowohl mein Bild, als auch das des „Express“-Kollegen gefälscht sind. Klar, oder?

So macht es keinen Spaß

BeleidigungIch möchte diese Entwicklung nicht weiter vertreten. Und entschließe mich dazu, das Bild zu löschen. Natürlich bringt eine Löschung nicht direkt was, schließlich ist das Bild vielfach geteilt und wer es sehen möchte, muss nur bei „SPIEGEL ONLINE“ oder ksta.de vorbeischauen. Allerdings werde ich die Verantwortung für humor- und verstandbefreite Menschen nicht tragen, die sich gegenseitig und anderen gegenüber Beleidigungen an den Kopf werfen. Auf meiner Facebook-Seite stelle ich ein Forum zur Verfügung. Und genauso, wie ich Merkel und Steinbrück vor einigen Wochen im „SPIEGEL“ vorwarf, die Forenhaftung außer Acht gelassen zu haben, möchte ich nicht auch handeln.

Damit will ich mich keinesfalls der Verantwortung für die entstandene Diskussion um das Bild entziehen. Ich habe es gepostet, war vielleicht zu naiv, zu gutgläubig und ich werde alles daran setzen, den Kölner Grünen dabei zu helfen, möglichen Schaden abzuwenden. Was ich aber entziehen kann und hiermit werde, ist die Plattform für die vielen Trolle und Hater, die zum Lachen in den Keller gehen und nur für Hetzereien aus ihren dunkeln Löchern kriechen.

Ich bedauere nicht, dass ich das Bild hochgeladen habe. Ich bedauere, was daraus gemacht wurde. Und da sollte sich jeder, der bei der Hetze gegen Grüne, Behinderte, Politiker und Sportwagenfahrer mitgemacht hat, mal selbst an die eigene Nase fassen. So jedenfalls macht das alles weder Sinn noch Spaß.

Schade.

// Hier gibt es eine (traurige) Fortsetzung vom November 2015.

Autor: Tobias Gillen

ist Medien- und Technik-Journalist aus Köln. Bei seiner Arbeit schreibt er auf Papier und ins Netz über alte, neue und soziale Medien. Er ist Autor des Buchs "Spurlos & Verschlüsselt!" und Chefredakteur von BASIC thinking.

79 Gedanken zu „Ferrari-Grünen-Bild: Was ich aus der Social-Media-Welle lernte und warum ich das Bild löschte“

  1. Immerhin hast du erfolgreich nachgewiesen, dass die meisten Menschen Idioten sind. Versuche es locker zu nehmen. Auch wenn das schwer fällt. Der weise schweigt und genießt. Deshalb fällt er nicht so auf wie der krakeelende Honk. Denke daran.

  2. Hallo Tobi
    Kopf hoch. Alle, die sich mit Dir und Deiner Arbeit befassen, wissen, dass Du ein Journalist aus Überzeugung bist, dem es immer um Gerechtigkeit und keineswegs um Geld oder Reputation geht.
    Aber auch viele andere die in Lage sind zu reflektieren, erkennen Deinen eigentlichen Grund für das Posten des Bildes. Das es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen gibt ist nicht nur klar sondern auch gesund. So haben die Grünen nun endlich die Möglichkeit erhalten sich zu diesem Thema zu äußern und konnten erklären, dass sie mit der Situation der Sportwagen vor ihrer Geschäftsstelle selber nicht zufrieden sind. Tausende von Menschen fahren oder gehen jeden Tag dort vorbei und fragen sich, ob es den Grünen zu gut geht. Viele davon wissen jetzt (ich auch), dass die Grünen gar keine Schuld trifft. Positive Resonanz hast Du von dort ja bereits erfahren.
    Leider gibt es aber auch viele Menschen die sich schwer damit tun ihre Meinung auf einer sachlichen Ebene zu äußern. Diese Menschen darfst Du nicht an Dich ran lassen. Beschäftige Dich mit den Lesern, die Dich sachlich kritisieren, sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung. Und dass Du mit sachlicher Kritik umgehen kannst, weiß ich.

    Also…. Kopf hoch und mach weiter so. Du bist ein hervorragender Journalist.

  3. Lustig! Ich hatte dieselbe Situation, wenn auch in einem kleineren Ausmaß und ohne politischen Hintergrund, vor ca. einer Woche. Und auch ich war, trotz meines Berufes als Social Media Managerin, erschrocken über den Schneeballeffekt und die Verselbstständigung der Verbreitung. Du hast richtig gehandelt und kannst dir nichts vorwerfen.

    LG

  4. Lieber Tobias,
    ich verstehe gar nicht, wieso du dir nen Kopf machst und wundere mich, dass du dir Gedanken darüber machst, welche Reaktionen dieses Foto ausgerufen hat. Es ist nicht neu, und vor allem sehr aktuell, wie manche Themen in den sozialen Netzwerken, wie auch in den Kommentaren von Nachrichtenportalen behandelt werden.
    90% gedankenlose/dumme Kommentare,
    05% Leute, die sich für die dummen Kommentare schämen,
    04% positiv,
    01% anderes :P
    Um deine Reputation brauchst du dir doch keine Sorgen machen. Die, die denken, du hast das aus einem bösen Grund gemacht, die kennen dich nicht, die recherchieren nicht, die brauchst du dann auch nicht kennen. Der Rest, der mit Sicherheit der größere Teil ist, weißt deine Arbeit zu schätzen. Und kennen sich auch in den sozialen Medien aus und wissen, dass es normal ist, solche Bilder zu posten…
    Hab noch einen tollen Tag mein Lieber!

  5. Tja. Schade, dass man bei Situationskomik so aufpassen muss. Wärst du ein Comedian, dann hätte keiner was gesagt, oder? Als Journalist ist man angreifbarer, und das ist natürlich auch in gewisser Weise gut.

    Aber als ich das Bild gestern in die TL getwittert bekam, fand ich’s nur lustig. Und mir war irgendwie klar, dass die beiden Wagen wohl kaum von den Grünen sind.

    Trotzdem – ich verstehe bestens, dass dir der Hype zu viel wird. Für so etwas will man nicht berühmt werden, insbesondere wenn es eben doch anderen schaden kann.

    Viele Grüsse! Christine

  6. Frage: Was wirst / würdest du in Zukunft anders machen? Ich hätte das wohl auch nicht erwartet. Bis vor kurzem. Da geriet ein Post von mir auf G+ (Thema Kristallnacht in der Kristalltherme) in die angesagten Beiträge. (Darauf hatte ich es nicht angelegt, es war mir noch nicht einmal Recht, ich war aber einer der ersten.) Und rund 18 Stunden später hatte ich dann zu tun, habe einige Posts gelöscht und musste die Kommentare schließen, weil ich zu arbeiten hatte und nicht ständig aufpassen konnte, was da für ein Neonazidreck gepostet wird..

  7. Hallo Tobias. Danke für diesen Artikel. Ich war einer derjenigen, die das Bild weiter getwittert hatten und eine Wette darauf abschließen wollten, dass keines der Fahrzeuge zum Büro der Grünen gehört. Lass Dir versichert sein: Der erste richtig große Shitstorm ist immer der Schlimmste. Aber alle Leute, die irgendwie für Dich wichtig sein könnten, haben auch die Medienkompetenz, die gesamte Angelegenheit korrekt zu bewerten. Nach und nach wirst Du auf Leute treffen, die im Nachhinein bei Dir um Entschuldigung bitten, weil sie sich haben hinreißen lassen. Ob es nun eine „richtige“ Entscheidung war, das Bild zu löschen wird sich schwer sagen lassen. Sowohl als auch, denke ich. Tiefenphilosophisch würde ich eher dazu tendieren, das Bild weiterhin stehen zu lassen. Warum? Weil wir eine lernende Kommunikationsgesellschaft sind. Weil wir lernen müssen, mit Trollen umzugehen – und Trolle lernen müssen, nicht zu trollen. Mit dem Schritt in die Kommunikationsgesellschaft haben wir uns entschieden (wenn vielleicht auch nicht ganz freiwillig), die Büchse der Pandorra zu öffnen. Wir (die wir schon gaaaaanz lange am Thema arbeiten) haben früh herausgefunden, dass wir Trolle zulassen müssen, dass wir Schranken anders setzen müssen als mit Säbel und Schwert, Vorratsdatenspeicherung und Zensur. Der öffentliche moralethische Diskurs fehlt immer noch – statt zu philosophieren wird juristet. Wie der Schriftsteller Peter Glaser einmal schrieb: „Es liegen Nuggets im Schlamm.“ Was eben auch heißt, dass es Schlamm braucht, um Nuggets zu finden. – Ich ahne, was für eine immens emotionale Belastung diese Situation für Dich ist. Deswegen schreibe ich hier auch diese Zeilen. Auch wenn Leute jetzt vielleicht „heul doch“ schreiben: Kaum jemand, der es noch nicht erlebt hat, kann sich vorstellen, was so ein Shitstorm, für den man sich ja auch mitverantwortlich fühlt, für einen bedeutet. Das ist noch weitaus schlimmer als der „Medienkater“, den die Journalistin Carmen Thomas benennt, wenn sie ihren (oft komplett medienunerfahrenen) Gästen ihrer Sendung „Hallo Ü-Wagen“ vor den Folgen ihres öffentlichen Auftritts warnte und damit sehr half. Eine der Botschaften von Carmen Thomas an ihre Studiogäste: Mach Dir nach der Sendung keine Gedanken darüber, was Du besser, anders oder überhaupt gemacht hast. Es wird *immer* jemand kommen und Dich tadeln, monieren, dass Du nicht alles gesagt hast oder „ach hätt’ste doch ….“ sagt. Sie nennt das „dem Kater streifen anmalen“. Ich persönlich denke, dass Du sehr verantwortlich mit dem Fall umgegangen bist (die Grünen übrigens auch).

    Freundliche Grüße
    // padeluun

    P.S.: Deine Kommentare zur Bundestagsdebatte haben mich gefreut. Erwähnen möchte ich aber auch Gregor Gysis Rede und die großartige Zwischenfrage von Volker Beck ;-)

  8. Richtige und nachvollziehbare Reaktion.

    Ich glaube das Problem an dem Bild war die Kombination der drei Elemente linke Partei, Behinderten-Parkplätze und die Sportwagen. Würde man eines der Elemente weglassen, wäre das Bild dennoch sehr aussagekräftig, hätte aber eine komplett andere Botschaft:

    Behinderten-Parkplätze + Sportwagen: Welcher Asoziale macht so was?
    Behinderten-Parkplätze + Grüne: Tolle Partei, sehr behindertenfreundlich
    Grüne + Sportwagen: Partei-Bonzen die ihre Werte verraten

    Erst durch die Kombination der drei Elemente wurde hieraus ein sehr kritisches Motiv: Eine linke Partei missbraucht ihre Behinderten-Parkplätze um ihre dicken Karren abzustellen…

  9. Als Mensch hast Du Dir nichts vorzuwerfen. Als Journalist mangelt es an der nötigen Sorgfalt, wie ich finde in Zeiten des superschnellen Social Media Mainstreams, eine allgemeine Unsitte.
    Die Konsequenz „löschen“ finde ich falsch, richtig stellen, beleidigendes löschen und fertig.

    PS. ich musste schmunzeln, hab auch an der Authentizität gezweifelt und bin dann bei der Recherche auf dein Eintrag gekommen. Ich mag weder Ferrari Fahrer, Grün Abgeordnete, keine Immobilienmakler und auch keine Behindertenparkplätze die missbraucht werden.

  10. Die Themen Politik, dicke Autos und Behinderte in einem unkommentierten Bild.
    DEN shitstorm konnte WIRKLICH KEINER kommen sehen!1!! m(

  11. Lustigerweise ging exakt dieses Motiv (aber vermutlich ein anderes Bild) schon einmal vor ein paar Wochen in den sozialen Medien rum, wurde dann aber nicht wirklich viral und verschwand wieder in der Versenkung. Es scheint irgendwo eine Schwelle der Verbreitung zu geben, bei deren Überschreiten es kein Halten mehr gibt.

  12. Was ich an der ganzen Sache am schlimmsten finde: Soweit ist es nun schon gekommen, dass man den Deppen der Nation die Meinungsherrschaft überlässt. Man muss überlegen, ob man ein bestimmtes Foto oder auch eine kontroverse These veröffentlichen kann, aus Angst vor dem, was irgendwelche einfach(er) gestrickten Leute daraus machen.

    SpOn hat sich bei Einführung der Kommentarfunktion sicherlich auch nicht träumen lassen, dass ihr Kommentarbereich mal erste Anlaufstelle für alle Bekloppten und Bescheuerten der Nation wird – die Kommentare dort sind vor lauter dämlicher Unstellungen, Verschwörungstheorien und gegenseitigem Rumgehacke schlicht unlesbar geworden.

    Manchmal denke ich, dass es nicht für jedermann so einfach sein sollte, seinen Kommentar zu irgendeinem Thema zu hinterlassen. Selbst ihr Klarname in sozialen Netzwerken hält viele nicht davon ab, irgendwelchen Unsinn zu schreiben – aber warum auch, sie halten es ja für die einzige Wahrheit.

  13. Sehr schöner Bericht, aber es zeigt das es ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist. Im Netz ist eben alles erlaubt, da werden schnell Verschwörungstheorien zusammengereimt und seien sie noch so abwegig. Der Nächste der es teil oder kommentiert glaubt daran und gibt seinen Senf zu.

    So gut die Socialmedien auch sind, gegen die einfache stupide Dummheit ist auch sie nicht gefeit bzw. was draus gemacht wird.

  14. Danke für diese selbstkritischen und nachdenklichen Worte und die damit verbundene Aufklärung. Als Grüner, langjähriger Netzbewohner und freiberuflicher Social-Media-Berater kann ich das alles nachvollziehen.

    Manche Sachen verselbstständigen sich ohne dass man das vorher groß ahnen kann. Vor allem das Ausmaß. Man denkt vielleicht an 20-30 Likes und zwei bis drei Teiler – und dann kannst du plötzlich 1-2 Nullen dranhängen. Wäre das alles so vorhersehbar gäbe es nur noch virales Marketing.

    Die Frage ist halt immer, wie man dann damit umgeht und du hast dir hier großen Respekt verdient.

    Wer sich wirklich kritisch hinterfragen muss, sind SPON mit der reißerischen Überschrift und die ganzen Leute, die ohne zu lesen, sich eine Meinung bilden, die öffentlich kundtun und dabei auch noch extremst über die Strenge schlagen.

  15. Starkes Lehrstück der sozialen Medien: Emotion (in allen Facetten), Persönlichkeit und Nähe werden zu einem Bombenmix. Das Schöne ist das direkte Feedback, das sich dort erkennen lässt. Unkontrollierte Kommunikation auf Augehöhe.

  16. Bistn Guter. Die Hälfte der Kommentatoren anderswo hat sich hingegen als des Lesens unkundig bzw. als in der einen oder anderen Form von Hass getrieben erwiesen.

  17. Zu wissen dass die Abgaswerte eines Porsche Turbo verdammt nah an denen eines Golf dran sind würde auch schon helfen. Insofern generell nicht klar was daran so verwerflich wäre wenn Grüne mit Porsche Turbos fahren. Aber halt, die Grünen repräsentieren ja heutzutage frustrierte Rentner und Hipster, ich vergaß.
    Aber Du machst das schon gut mit news aus nonews machen und jeder hüpft drauf, dann zurückrudern weil Du bist ja eigentlich ganz lieb. Du hast eine großartige Karriere in den Medien vor Dir, mein Junge.

    1. Bist Du sicher, dass Du die Abgaswerte der beiden genannten Autos kennst, besonders ohne die jeweils genauen Modelle zu benennen? Aber selbst der sparsamste Porsche dürfte ca. das Doppelte eines gängigen Golf (100-140PS?) an CO2 ausstoßen. Vielleicht meinst Du (wie auch unsere Lobi-Kanzlerin), dass der Verbrauch in Relation zur Leistung und zum Gewicht des Kfz günstiger ist? Ich denke, 15-20 Liter Verbrauch in der Stadt sind nicht schön zu reden!

  18. Hallo Tobias,
    sehr schöner Artikel, der die menschlichen Hintergründe, sowohl deine persönlichen, als auch die deiner engagierten Follower (et al.), aufzeigt. Ich habe das Bild übrigens auch retweetet. Allerdings nur, weil ich es lustig fand – denn ob Fälschung, Gestellt oder Echt, das lässt sich heute nicht immer zweifelsfrei nachvollziehen.
    Viele Grüße
    Atilla

  19. Hallo Tobias,

    unabhängig von einem kurzen lustigen Moment frage ich mich bei Postings wie Deinem schnell „Was will derjenige damit bezwecken?“, „Was werden die anderen daraus machen?“. Den Zusatz „unkommentiert stehenlassen“ in Deinem Tweet empfand ich so, als wärst du dir sehr wohl darüber im Klaren, was mit dem Post passieren würde, nämlich, dass sich der gesamtdeutsche antigrüne Volksmob unreflektiert darüber hermachen und das Bild zum Anlass nehmen würde, einmal mehr mit den üblichen Klischees gegen die Grünen um sich zu werfen.

    Deine Ebene ist inzwischen geklärt, ich finde das Löschen sowie deine Erklärung richtig und wichtig, da brennt für mich auch nix an. Was bleibt, ist – wie du schon schreibst- der erschreckende Blick in menschlichen Abgrund, selbst hier noch in einem Kommentar. Diese reflektions- und denkbefreiten Teile unserer Gesellschaft werden leider auch durch Aufkärung nicht weniger, weil sie schon vom Konzept her dagegen resistent sind. Schade.

    Mach dir keinen Kopp, die Aktion war unüberlegt, ja, aber du hast zumindest einigermaßen rechtzeitig zurückgerudert, und was da an kommentatorischem Müll noch durch die Gegend fliegt, ist nicht deine Schuld.

    Respekt jedenfalls für diesen Blogpost!
    Elmar

  20. Hallo Tobias, irgendein sehr, sehr weiser Mensch hat mal gesagt: „On the internet you can be whatever you want to be. Why is it, that so many people choose to be assholes?“ Es ist für uns Journalisten eine schwierige Erfahrung, wenn wir von offensichtlichen Vollspacken (meistens auch noch im Schutz der Anonymität) unter der Gürtellinie angegangen werden. Man kann durchaus die Frage stellen, ob eine unmoderierte Kommentarfunktion den Diskurs in einem Thema tatsächlich weiter bringt. Die Hoffnung, man würde durch den Abbau von Kommunikationshürden einer breiten Masse die Möglichkeit zur Meinungsäußerung geben, ist bei näherer Beschau trügerisch. Meist ist es eine kleine Gruppe, die einfach keine Kinderstube hat. Ebenso, wie wenige Menschen ausreichen, um das rollende Inventar eines ganzen Nahverkehrsverbundes mit Farbe zu beschmieren, reichen wenige Menschen aus, um ein Forum unlesbar zu machen. Was ich mir übrigens nicht mehr gebe, ist unbegründete Globalkritik an der Tatsache, dass ich Journalist bin und damit Geld verdiene. Wer Journalisten nicht leiden kann, möge das bitte jemand anderem erzählen. mich interessiert es nicht. Und ich sehe auch keinen Sinn darin, solche Leute vom Gegenteil zu überzeugen. Übrigens, Lesetipp: Sascha Lobo: How to survive a Shitstorm.

  21. hallo Tobias, schreibe von weit weg das Bild ist mittlerweile im ganzen DACH Raum unterwegs. Da ich als betroffener Rollifahrer affin auf solche Schilder reagiere, und erfahren habe dass die nur als „prophylaxe“ aufgestellt worden sind, musste ich doch recht lange lachen. Sowas ist mir bisher noch nie untergekommen. Der Trick ist aber recht cool, und hat mit Sicherheit die grössere Wirkung auf Zuparkierer als irgendwelche „Wir werden Sie abschleppen“ – Schilder… darum fand ichs lustig und habe es deshalb auch weitergeilt. Naja was bei den Shitstorm anbelangt: In der Regel weiss man es nach 10 Tagen nicht mehr, also Sturm im Wasserglas, abwarten Teetrinken uns staunen wie komisch die neue schöne Hyperkommunikationswelt auch sein kann.

  22. Willkommen im Internet. Offenbar befinden sich die Online-Medien in einem Dauer-Sommerloch und das waren Deine 15 Minuten Berühmtheit. Ich finde es allerdings schade, dass Du die Kritik nicht ausgehalten und das längst hunderfach kopierte Bild gelöscht hast – Shitstorms sind doch nichts weiter als lästige Fliegen im Cyberspace der Vollblut-Wahnsinnigen und Trolle, da muss man durch ;)

    Wobei ich das Bild nicht wirklich spannend fand – hier in Köln sind derlei Motive doch eher die Regel als die Ausnahme, oder?

  23. Lieber Kollege und Leidensgenosse!
    Ich ahne, wie es Ihnen geht. Vor einigen Monaten hatte ich das Vergnügen, mich mit einem Autor der Achse des Guten anzulegen und habe dann einen Shitstorm geerntet, der mich auf so ziemlich sämtlichen rechten bis rchtsextremen und neonazistischen Foren verewigt hat.
    Meine Lehren sind:
    Erstens können wir uns von dem Gedanken verabschieden, dass das Netz ein Platz für kontroverse Diskussionen sein könnte. Wenn es dumm läuft, wie bei Ihnen, reicht ein guter Scherz, und es finden sich genügend Spacken, die gerne einen Sturm verursachen.
    Denn, zweitens, wenn ich versuche, einzelnen besonders intensiv ballernden Stimmungskanonen hinterherzurecherchieren, dann treffe ich auf erkennbar einsame Menschen, in meinem Fall von rechtsaußen, die im Netz endlich die Gemeinschaft finden, die ihnen im wirklichen Leben verwehrt ist. Das wiederum erzeugt eine ungute Dynamik: Wer am radikalsten krakeelt, der bekommt die meisten Likes. Dass sich diese Gemeinschaft der Negation so schnell auflöst, wie sie sich gebildet hat, liegt in der Natur der Sache, scheint mir aber den nächst besten Querulantenausbruch nur noch mehr zu befeuern.
    Drittens finde ich, es ist ein sehr reizvolles Projekt, wenn man – wenn es möglich ist – ein Netzprinzip durchbricht und die Angreifer mit Name und Profil öffentlich macht. Heißa, dann ist was los! Hab ich ausprobiert, und man glaubt gar nicht, zu welchen Brüllanrufen solche Leute fähig sind, vor allem, wenn sie vorher lustige Naziwitze geposted haben. So schnell kann man gar nicht gucken, wie dann die Facebook-Profile bereinigt werden. Motto: „Wenn das mein Chef erfährt…“ Drum finde ich es einerseits honorig, dass Sie die schlimmen Postings in Ihrem Text anonymisiert haben, andererseits finde ich: Wenn sich Leute auf den Marktplatz stellen und pöbeln, dann kann man sie ruhig mit Name und Adresse nennen. All meine Erfahrungen im Netz sagen mir, dass die Anonymität allein zur Verrohung der Sitten führt. Unterdessen scheint es hinreichend Leute zu geben, die glauben, dass ein Rülpser auf die Tastatur schon ein Beitrag zur Diskussion wäre.
    Schleißlich empfehle ich allen, die plötzlich derart beballert werden, dass sie nach drei, vier Tagen schlicht den Stecker ziehen und offline gehen. Alles andere ist ungesund für die Seele. Plötzlich nämlich, meine Erfahrung, dreht man sich erstmal um, wenn man über die Straße geht. Nicht schön.
    Bleiben sie tapfer, geht vorbei – auch wenn „das Netz“ (auch so ein blödsinniger Begriff) nichts vergisst. Die nächste Sau steht schon am Dorfrand bereit.
    Grüße!
    J.G.

  24. Hallo! Warum die Aufregung? Auch i c h fahre einen Sportwagen – t r o t z meiner schweren Gehbehinderung. Ich besitze den blauen Rollstuhl-Sonderausweis und parke natürlich auch auf Behindertenparkplätzen. Dürfen Krüppel keinen Spass haben und keine Sportwagen fahren ????? Natürlich werde ich angegafft, wenn ich aus dem Auto aussteige – so wie ich angegafft wurde, wenn ich mit meinen vier Kindern unterwegs war. Bitte mehr TOLERANZ!

    1. Etwas mehr Toleranz im Umgang miteinander täte uns tatsächlich gut. Ich befürchte aber, dass viele durch mediale Gehirnwäsche einerseits und durch ihre eigene prekäre Situation sich den „Luxus“ Toleranz nicht mehr leisten können oder wollen.

  25. Das Motiv ging in der Tat vor einigen Wochen schon einmal herum, mitten in der heißen (und schmutzigen) Phase des Bundestagswahlkampfs. Schon damals waren die Kommentare unter aller Kanone. Ich wohne da um die Ecke, kenne die Geschäftsstelle und habe daher versucht, den Kommentatoren bei Facebook die Situation zu erklären. Mit Fakten wollten sie aber nicht behelligt werden.

  26. Lieber Tobias,

    vielen Dank für die Einblicke hinter die Kulissen. Ich finde es als Kommunikationsprofi völlig legitim, das Bild dann letzlich zu löschen. Ich finde es auch ok, dass Du es hochgeladen hast. Zwischen dem „Rumgehen“ eines Bildes und der Viralität entscheiden manchmal eben nur Haaresbreiten und Tagesnachrichten. Ich hoffe, Du wirst dennoch wieder Fotos ins Netz stellen ;)
    Ich hatte jedenfalls meinen Spaß, war kurz erheitert habe das Bild dann aber nicht geteilt – irgendwie war es mir dann nicht lustig genug.

    Es gehört einfach auch zu unseren („Leute die etwas Publizieren, egal wo) Aufgaben, dass Gute nach vorn zu kehren und dem „doofen“ keine Plattform zu bieten. In diesem Sinne, einfach die nächsten Tage entspannen und der Rest wird sich von selbst regeln :-)

    Liebe Grüße,
    Kai Thrun

  27. Hallo Tobias,
    als Porschefahrerin habe ich aufmerksam auf das Foto reagiert. Dann haben mich die Hintergründe der Geschichte schlucken lassen.
    Was für krasse Reaktionen!
    Es scheint mir, als hätten in letzter Zeit die Menschen immer mehr ihre „Beißhemmung“ verloren.
    Aggressionen werden unreflektiert und ungebremst irgendwo abgeladen. Nicht selten bei Personen, die mit der Entstehung dieser Agressionen nicht im Geringsten zu tun haben.
    Ist wohl leider Zeitgeist.
    Die Anonymität des Netzes lässt solche Leute noch radikaler werden.
    Ich finde so etwas ziemlich widerlich und wünsche Dir viel Kraft!
    Anne

  28. Werter Herr Gillen,

    der gelungene Schnappschuss ihrer Sportwagensammlung nach der Kungelrunde mit den Grünen war ja recht amüsant. Aber, dass Sie ein IPhone benutzen, finde ich unerhört!!!1!

    *scnr*

  29. Die Art und Weise, in der auf viele Einträge in die sozialen Netzwerke, natürlich auch auf Artikel in Weblogs reagiert wird, kann ich nur als erschreckend bezeichnen. In meinen Augen verschlimmert sich Entwicklung im deutschsprachigen Internet immer weiter. Regeln und Netiquette sind völlig wirkungslos. Ich plädiere immer noch für einen Zwang, im Internet ausschließlich mit Klarnamen posten zu können. Aber das ist nicht mehrheitsfähig, weil es angeblich die Meinungsfreiheit unterminiert.

    Die dankenswerterweise sehr umfangreichen Erläuterungen geben allen, die sich in den sozialen Netzwerken tummeln ein beeindruckendes Beispiel, wie weit manche Leute heute gehen. Das tun diejenigen, ohne dass sie den Menschen kennen, gegen den sie in einer Art und Weise agitieren, die man nur erschrocken und angewidert zur Kenntnis nehmen kann.

    Danke für den umfangreichen Beitrag. Ich wünschte, die unheilvolle Wirkung solcher Geschichten lässt sich durch Vernunft und Einsicht in Grenzen halten. Optimistisch bin ich nicht!

  30. >>
    Was ich aus der Erfahrung lernte und welche Konsequenzen ich daraus zog.
    >>

    Offensichtlich noch nichts. Kein Wort des Bedauerns der bewusst vorsätzlichen oder fahrlässigen Kontextkombination des Bildes.

    Die richtige Geschichte aus dem Bild haben übrigens andere gemacht.
    Auch diese Erkenntnis muss, glaube ich, noch ankommen.

    Nichts für ungut.

      1. “Die richtige Geschichte aus dem Bild haben übrigens andere gemacht” heißt aber auch: Recherchiert haben andere. Und diese Schlussfolgerung solltest Du als Journalist mal ein wenig auf Dich wirken lassen.

        Aber wenn Du es so sehen möchtest, dass Du andere Journalisten für deren Geschichte „unterstützt“ hast, in dem Du ein falschen Tatsachen suggerierendes Foto ins Social Web eingekippt hast, ist das natürlich schon zutreffend. Es wurde ja auch dankbar angenommen.

        1. Ich habe aber keine Geschichte recherchiert, sondern ein lustiges Foto gepostet. Und weil es unglaubliche Ausmaße angenommen hat, habe ich dazu beigetragen, dass die Sache aufgeklärt wird. Eigentlich nicht so schwer…

        2. Warum sollte Tobias Gillen es bedauern das Bild eingestellt zu haben? Er hat es als lustige Abwechslung zum stressigen Alltag gemeint. Mal hinschauen, mal schmunzeln und gut ist es. Für das was aus dem Bild gemacht wurde hat er sich entschuldigt und die Konsequenzen gezogen. Warum redet eigentlich niemand über die Pietätlosigkeit der Sportwagenbesitzer? Jeder der vor einem solchen Schild parken „muss“, würde alles dafür geben, wenn er ein paar Meter gehen dürfte. Und sich mit dem Leid anderer Menschen einen Vorteil zu verschaffen halte ich für fragwürdiger, als ein lustiges Bild ins Netz zu stellen.
          Übrigens hat Tobias Gillen im Kölner Stadtanzeiger mit einem Artikel zur Aufklärung beigetragen.

          Ich bin mal gespannt, ob hier ein Ausspruch des Bedauerns folgt?

  31. Stimmt, das waren ja nicht die Grünen….. Da ich selbst in dem Haus arbeite kann ich nur bestätigen, dass es so ist, das es bei den beiden Parkplätzen um Privatgrund geht und die Schilder sowohl dort stehen um Falschparker abzuhalten als auch behinderten Besuchern eine Parkmöglichkeit zu geben. Fakt ist, dass die Parkplätze auch „zweckentfremdet“ werden, indem sie auch von im Haus Beschäftigten temporär genutzt werden. Hat eigentlich mal jemand geschaut wem der Wagen im Bericht des WDR gehört bzw. ob der behindert ist? Da sagt keiner was, aber die bösen Sportwagen…. Den Ferrarifahrer habe ich auch schon öfters getroffen und der ist sogar noch freundlich, (Ironiemodus ein) passt das zusammen wenn er schon so unverschämt parkt weil „so einer“ MUSS doch schließlich ein schlechter Mensch sein und frisst bestimmt auch kleine Kinder (Ironiemodus aus!). Wer ein besseres Mittel kennt um die dringend dort benötigten Parkplätze freizuhalten kann sich ja melden! Und auch wenn ich persönlich nicht grün gewählt habe: Lasst die Leute doch einfach ihre Arbeit machen! Und umweltpolitisch sind die „Bonzenkarren“ im Bild doch eh eigentlich viel sinnvoller, da diese doch wesentlich länger halten.

    Aber es ist wieder typisch Deutschland: Da steht ein Pranger, jetzt brauchen wir nur noch jemanden finden den wir dort hinbringen, der neuen Medienwelt sei dank! Die Zeit, die die Menschheit heute aufwendet um solche „Mißstände“ anzuprangern, könnten wir besser damit verbringen uns um die wirklichen Probleme kümmern, die uns auch von den Grünen mit aufgezeigt werden! Hätte man sich mal umgedreht am Ebertplatz hätte man auch dazu genug Motive gefunden.

    Auf jeden Fall war es ein lustiges Motiv und wer sich darüber aufregt ist es meiner Sicht selbst schuld!

  32. Hallo Tobias,
    ich habe in einem älteren Artikel social media mal mit einem „virtuellen Kneipentisch“ verglichen. Ehrlich gesagt, es hat sich in den vielen Jahren nichts geändert außer der Verbreitungsgeschwindigkeit und der Wirkbreite. Denselben Unsinn, den die Leute früher am Kneipentisch in trauter Fünferrunde erzählten – den schreiben sie heute der ganzen Welt.
    Also bleib am Ball, das Foto war gut, lustig und auch die Überschrift war ok.
    „Ein Schelm der Schlechtes dabei denkt.“

  33. Ach schön…

    Hab das Bild erst durch diesen Blog-Beitrag gesehen. Ein herrliches Bild, aber abgesehen v. Tom wird wohl keiner der typischen FB-Trolle deinen Blog finden…

    Tja hättest du mal das Bild verschlüsselt und den Public Key weggeworfen wäre es wohl nicht soweit gekommen…

    Hab Spaß!

    :-)

  34. Realität ist für manche schwer auszuhalten. Ironie wird kaum noch richtig aufgefasst oder als solche erkannt.

    Gefährliche Zeiten.

    Mit dem Bild hast du alles richtig gemacht. Ich hätte es ebenfalls so gepostet.

  35. „die Schilder extra aufgestellt hatte, um Falschparker abzuschrecken“

    Tut mir leid, aber ich finde es trotzdem nicht OK wenn man die Gruppe der gehandicapten Leute für seine Zwecke missbraucht.

    Das ist für mich ein absolutes NO GO!!!

    Wie heißt die schuldige ansässigen Immobilienfirma nochmal…. :-) ?

  36. Ich zitiere Helmut Kohl wirklich sehr ungern, aber wo er Recht hat, hat er Recht:

    „Was kümmert s den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen.“

    Immerhin trägt er ja zur allgemeinen Erleuchtung bei. #Digitale Aufklärung

  37. Lieber Herr Gillen,

    bitte nicht. Bitte ziehen Sie sich nicht zurück aus der öffentlichen Diskussion, bzw. dem öffentlichen Leben in sozialen Netzwerken. Meines Erachtens wäre dass genau der falsche Schluss, denn dann bleiben am Ende nur „Hater und Trolle“, wie Sie schrieben, übrig, die Gemeinschaft/Gesellschaft vergiften.
    Das Bild ist zum Nachdenken gut.
    Das einzige was Sie sich vorwerfen sollten ist, dass Sie nicht vorher den Hintergrund der Schilder recherchiert haben. Damit hätten Sie einen guten kritischen Artikel schreiben können.

  38. Tja, die Kombination Behindertenparkplatz und Sportwagen ist allein schon der Klassiker…ich erinnere an den auch von Frank Kemper geschätzten Perscheid-Cartoon, in dem der aus dem Boliden kriechende Falschparker angeraunzt wird, der Parkplatz sei doch bitteschön nur für *körperlich* Behinderte…und ja, Martin Perscheid hat sebstverständlich ständig Ärger wegen seiner nicht ausreichend politisch korrekten Cartoons: http://www.martin-perscheid.de/content/feedback.html

    Von daher müssen die Sportwagenfahrer schon irgendwie ein gesundenes Selbstbewußtsein zu haben, sich freiwillig diese Beschilderung anzutun anstelle des üblichen „Privatparkplatz – wird abgeschleppt“ mit entsprechend bösen Blicken beim Aussteigen. Aber vielleicht wollten sie ja die Grünen ärgern?

    Dann eben die Grünen, auf denen sowieso jeder rumhackt. Kein Wunder, daß die freiwillig auf die Teilnahme an der Regierung verzichtet haben, hat nicht jeder Nerven wie ein Joschka Fischer.

    Und dann ein Journalist, der Witze macht. Das geht natürlich überhaupt nicht! Das muß man dem aber sofort austreiben, jawoll!!!1elf

    Das Problem an solchen Reaktionen ist, daß das Internet halt schon lange kein alternatives Jugendzentrum mehr ist, sondern Öffentlichkeit! Fünf Trolle pinkeln dem Journalist ans Bein, und schon ist er einen Auftrag los oder gleich seinen Job, weil sein Chef lieber auf die Trolle hört als auf ihn oder sowieso gerade Geld sparen wollte und nur kein Argument für eine Kündigung parat hatte. Und wer so wie padeluun gegen Zensur ist und deshalb die Troll-Verleumdungen stehen läßt (es braucht im Übrigen keinen Shitstorm Hunderter, ein Idiot mit zuviel Zeit reicht völlig aus), dabei denkt, vernünftige und intelligente Menschen würden schon erkennen, daß das Trolle sind, aber vergißt, daß es nicht nur solche gibt, kann damit langfristig Schaden anrichten. Ich sehe es nicht als Zensur an, Unrat in den Mülleimer zu werfen, statt ihn weiterhin auf der Straße liegen zu lassen, auch wenn manche Verlage Schlammschlachte in ihren Foren der Klickzahlen und Werbeeinahmen zuliebe lieben, auch und gerade wenn die eigenen Mitarbeiter darunter leiden. Oder ein Bild, das man selbst gemacht hat, wieder zu löschen, wenn einem die Reaktion darauf nicht mehr gefällt. Aber so wie Müll auf der Straße dazu führt, daß andere auch ihren Dreck dazuwerfen, ist es auch im Internet.

    Ansonsten ist „einfach gar nicht ignorieren“ sicher die sinnvollste Lösung, nur hilft es halt nicht, wenn Chefs und Auftraggeber weniger tolerant sind.

    Humor und Ironie werden ohnehin online und gedruckt nicht verstanden.

  39. Das Bild finde ich ja witzig. Der Text von Tobias Gillen aber schmeckt nach Erbärmlichkeit: Ein Medienprofi stellt ein solches Bild „unkommentiert“ ins Netz – geschenkt! Angesichts der Reaktionen darauf erschrickt er wie die keusche Jungfrau vor dem nackten Mann – wie lächerlich ist das denn? Ich fordere zwei Wochen Internet-Verbot für Tobias Gillen – wegen erwiesener Medienunfähigkeit! Soll er in einem Kloster seiner Wahl intensiv über moderne Kommunikation meditieren. Und wenn er schon keinen Hintern in der Hose hat, soll er uns mit solchen Texten in Zukunft verschonen.

    1. Ich glaube Herr Gillen wollte sich gar nicht der Verantwortung für das Einstellen des Bildes entziehen (was er ja auch im letzten Absatz seines Artikels schreibt).

      „Ich bedauere nicht, dass ich das Bild hochgeladen habe. Ich bedauere, was daraus gemacht wurde. Und da sollte sich jeder, der bei der Hetze gegen Grüne, Behinderte, Politiker und Sportwagenfahrer mitgemacht hat, mal selbst an die eigene Nase fassen……“

      Herr Gillen ist sich sicherlich bewusst darüber, dass er Hetzkampagnen nicht verhindern kann, indem er das Bild aus seinem Account löscht. Er kann aber verhindern, dass dies auf seiner Plattform geschieht. Und das zu erkennen, zu beurteilen und dann diesen ehrlichen Artikel zu schreiben (Zitat: „Damit will ich mich keinesfalls der Verantwortung für die entstandene Diskussion um das Bild entziehen. Ich habe es gepostet, war vielleicht zu naiv, zu gutgläubig…“ Zitat ende), finde ich mehr als verantwortungsbewusst und mutig! Mutig weil Herr Gillen auch sicher damit gerechnet hat im Netz von einigen die es nicht verstehen, als Feigling dargestellt zu werden.

      @Herr Gillen: Von mir erhalten Sie absolute Hochachtung.

    2. @FredHeine:
      Wow, harter Tobark, den Sie da kauen. Medienkompetenz absprechen, wenn man mit dem Moderieren nicht mehr nachkommt, respekt!1!11! Und Internetverbot, das ist hübsch steil, da können wir uns gleich noch mal die Köpfe heißreden. Das Kloster währe dann ja wohl Walberberg, das ist beim Perscheid um die Ecke. Da kann man noch was lernen ins Sachen Satire. Würde ich dann Ihnen auch nahelegen.

      BTW Medienkompetenz: „Kein Kommentar“ ist natürlich auch einer. Und das ist mit Sicherheit auch TB klar. Der Herr scheint nämlich statt Hintern in der Hose Grips im Kopf zu haben. Und das im Internet!1! Sofort verbieten, sowas!

  40. @Tobias
    Schöner Artikel, finde das Bild immer noch zum Lachen. Ich kann die „Leidensgeschichte“ von Dir und Deinem Bild nur begrenzt nachempfinden, aber ich hoffe auch zukünftig solch amüsante Eskapaden zu sehen zu bekommen.
    Keep it real! ;)

  41. Wieder was gelernt:
    Das Internet ist öffentlich – mit allen erdenklichen (positiven und negativen) Konsequenzen.

    Das Bild würde ich wieder an seinen Platz stellen. Die Geschichte ist unschön gelaufen, aber passiert und nicht mehr rückgängig zu machen.
    Aber was solls?
    Stellt man etwas ins Netz, sollte man auch dazu stehen können, wenn es ungewollte Reaktionen hervorruft. Verantwortlich ist man nur für seinen eigenen Output und nicht für das, was andere daraus machen.
    Shitstorms sollten einen da nicht einknicken lassen. Die sollte man mit geradem Rückgrat durchstehen, abschütteln, weitermachen und die Teflon-Wendehals-Taktik anderen überlassen.
    Kopf hoch.

    1. Falsch, ich bin auf meiner Facebook-Seite sehr wohl verantwortlich für den Output anderer. Wie schon mehrfach gesagt: Es geht nicht ums Aushalten des Shitstorms. Es geht um das Entziehen einer Plattform für Menschen, die Behinderte und Grüne derbst beleidigen.

      Trotzdem Danke!

  42. Doch, Du bist naiv. Zu glauben, unkommentiert schade das Bild den Grünen nicht, ist lächerlich. Ich bin übrigens kein Grüner. Nicht die Dummheit der User ist hier verantwortlich, sondern deine Fehleinschätzung. Genau genommen spricht die fehlende Kommentierung sogar für eine absichtliche Diffamierung. Dass Dir das nicht bewusst ist, lässt daran zweifeln, ob Du den richtigen Beruf gewählt hast.

  43. Ich komm noch mal auf das eigentliche Bild zurück – auf dem Foto hat man ja gar nicht gesehen, ob da Behinderten-Ausweise drinnen liegen oder nicht. Das finde ich spannend: Nur weil das Auto ein Porsche ist, denkt man, das ist doch kein Behinderten-Mobil. Für jeden Porsche gibt es einen rollstuhlgerechten Umbau.

  44. Ein witziges Foto ist ein witziges Foto ist ein witziges Foto. Und natürlich auch alles andere, was die Betrachter daraus machen – bis hin zum absurdesten Quatsch. Jedenfalls eine gute Geschichte, schön aufgeschrieben. Und, hier gilt die Plattitüde wirklich mal: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

  45. Was ich nicht verstehe (vielleicht, da ich selbst so etwas noch nie erlebt habe):

    Kann man diese Trolls und Spinner nicht einfach ignorieren?

    Früher (vor Internet-Zeiten) haben diese Leute vielleicht beim Zeitunglesen oder bestenfalls am Stammtisch geflucht. Heute kotzen sie sich halt im Internet aus.

    Klar, beleidigt werden ist nie angenehm. Aber es sollte erst recht kein Grund zur Selbstzensur sein.

  46. Mit großem Interesse habe ich deinen Artikel gelesen, da ich zwar kurz von dem Bild etwas mitbekommen, diesem aber nicht weiter größere Beachtung geschenkt habe. Der Grund: Es gibt oft Falschparker (dies habe ich den Autobesitzern unterstellt) und so etwas ist für mich noch das geringste Übel im alltäglichen Straßenverkehr. ;-)
    Das wirklich Interessante an der Sache ist für mich, dass das Posten eines solchen Fotos nur dann medial groß ausgeschlachtet wird, wenn es journalistischen Charakter hat. Hättest du es auf Flickr oder Fotocommunity unter der Kategorie Street Photography gepostet, so hättest du höchst wahrscheinlich viel weniger Aufsehen erregt, aber den Respekt für einen so tollen Fund bekommen. ;-)
    Meine Erklärung für das Entgleisen der Situation ist ganz einfach: Als Journalist liefert man den Menschen kleine „sensationelle“ Häppchen. Die einen machen bei der Raubtierfütterung mit, die anderen nicht. Will heißen, es geht nicht anders zu als im Mittelalter bei den öffentlichen Hinrichtungen oder bei den Römern im Kolosseum. Viele Menschen lieben öffentliche Bestrafung, obwohl es hierzu ja nicht kommt, aber die Vorstufe hiervon, das Hass schüren, funktioniert noch auf dieselbe Art und Weise. Und selbst ein so harmloses Foto kann dazu verwendet werden. Interessant ist, dass man selbst dazu noch nicht einmal viel tun muss. So wird dann auch klar, warum man bestimmte Menschen leicht in eine bestimmte Richtung manipulieren kann. Man muss nur genügend ihre ohnehin schon bestehenden Vorurteile und schlechte Laune bedienen. Es ist allerdings auch ganz schön anstrengend immer achtsam dagegen zu arbeiten. Darum rate ich dir, dich auch nicht zu verbiegen! :-)

  47. Nun gut, das man den Kleingeistern versucht die Plattform zu entziehen kann ich als Forenbetreiber in gewisser Weise / zum Teil nachvollziehen. Andererseits hätte früher kein Besitzer einer Eckkneipe seine Lokalität geschlossen weil sich dort jemand fluchend über das Tagesblatt geäußert hat.

    Ich Denke das man die Entscheidung ob man den Inhalt nun auf seiner Plattform stehen lässt oder nicht immer dem Eigentümer der Plattform überlassen sollte, denn auch ich als Betreiber eines Forums kann mich dem nicht entziehen und alles unmoderiert stehen lassen. In sofern: alles richtig gemacht Herr Gillen. Denn es wird immer Trolle und Hater geben. Einstein sagte ja schon: „Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius null – und das nennen sie Ihren Standpunkt.“

  48. Wurden Sie von Vertretern der Grünen bedroht, das Bild zu entfernen? Immerhin wissen wir ja seit Göttingen, wie manche dieser Zeitgenossen mit politischen Gegnern umgehen, was auch Träger unbequemer Veröffentlichungen mit einschließen dürfte.
    Ich frage daher, weil üblicherweise viel weniger „Räson“ seitens deutscher Journalisten an den Tag gelegt wird, wenn es um Attacken gegen Konservative oder sonstige Nicht-Grüne geht.

  49. Wenn ich eines in meinen Ausbildungen (Businesscoaching, Mediation, ect.) gelernt habe, dann dieses:
    „Die Bedeutung bestimmt immer der Empfänger“
    Und selbst wen es inzwischen zu einem Schlüsselsatz für mich geworden ist, ungewolltes (oder gar gewolltes) Missverstehen läßt sich selten vermeiden.

  50. Mir ist schon oft Aufgefallen, dass im Internet politische Diskussionen immer in Stammtischparolen gegen bestimmte Parteien ausarten. Ich denke durch den Umstand der Halbanonymität wird dies noch mehr verstärkt.
    Das Bild an sich finde ich eher lustig und ich kann ernstaft nicht verstehen, warum da so ein Shitstorm ausgebrochen ist.

    Gruß
    Daniel

  51. Wau (kein Bellen) immer hin, als ich das Bild zum ersten mal auf meinem Display hatte, hätte ich nieeee gedacht das es so ein Ausmaß nehmen würde!

    schon wieder etwas dazu gelernt MERCI

  52. Wie hieß es doch gleich… „Shitstorm happens“… oder so ähnlich. ;) Du hast alles in deiner Macht stehende getan, und das war auch richtig und gut so. Mehr kannst und brauchst du auch nicht tun. PS.: Ich fand dein Bild klasse!

  53. Also bei mir ums Eck steht regelmäßig ein BMW 6er-Cabrio auf dem Behinderten-Parkplatz. Erste Reaktion „alter, wie dreist“. Aber beim genaueren Hinsehen merkt der informierte Bürger, dass tatsächlich ein Ausweis hinter der Scheibe liegt.

    Da wurde jetzt einfach das Reptiliengehirn mit ganz einfachen Klischees in gang gesetzt. Schade eigentlich, dass nicht noch Brüste im Spiel waren – dann hätten sich noch mehr Bild-Leser zu Wort gemeldet ;)

    Tja… aber das ist Social Media. Wenn Du das auch noch hättest planen können, wäre es das ultimative Meisterstück und bester Beleg für Deine Fähigkeiten beim Vermarkten von PR- und Social-Media-Dienstleistungen. Nur leider kann man das nicht vorhersehen. Möglicherweise wäre die Sache, wenn sie denn nur 8 Stunden später gepostet worden wäre, ganz anders ausgegangen. Das ist der Fluch des „Systems“. Aber genau das ist auch der Segen – denn diese Mechanismen können auch zu etwas ganz gutem führen. Leider kann der Mob meist nicht mehr eingefangen werden. Und das ist m.E. auch ganz gut so. Wenn es denn nur den Effekt hat, dass die Menschen daraus lernen, sich gefälligst selbst zu informieren und nicht jeden „Dreck“ zu glauben, nur weil er ihnen vorgesetzt wird. Und dann müssten sie noch lernen, sich konstruktiv mit der Materie zu beschäftigen und dbzlg. mit anderen zu kommunizieren. Aber da wäre ich dann schon bei einer (zumindest heute noch) ziemlich utopischen vorstellung… aber Träumen wird ja erlaubt sein :)

    PS:
    Vom fotografischen Standpunkt aus betrachtet musste das Bild einfach veröffentlicht werden. Denn es gibt immer andere Blickwinkel auf die Wahrheit: http://www.20min.ch/diashow/30157/cdokumenteundein-e04a9ee809c6cb2e4ec43d77feba6fc3.jpg

  54. Dabei fällt mir wieder der Satz aus der Rede von Norbert Lammert vor der Bundesversammlung im Rahmen der Wahl von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten ein: „Von der zunehmenden Enthemmung im Internet im Schutze einer tapfer verteidigten Anonymität gar nicht zu reden.“ Das war zwar auf die „Meinungsäußerungen“ über Christian Wulff gemünzt, trifft aber auf jedes andere Thema gleich zu.
    So langsam verstehe ich auch, warum die „Social Media“ ebenso heißen: wegen der Abkürzung.

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