Geld verdienen mit dem eigenen Blog: Was Stilanzeigen besser macht

Stilanzeigen

Geld verdienen mit dem eigenen Blog ist ein Thema, das wohl viele Blogger beschäftigt. Eine abschließende Lösung, das sei schon einmal vorweggenommen, gibt es noch immer nicht. Ich versuche es nun mit Stilanzeigen – weil mich das Konzept überzeugt.

Was habe ich nicht schon alles versucht, um mit meinem Blog ein wenig Geld zu verdienen. Nicht zwingend, um davon leben zu können. Vielmehr hat es mich immer gereizt, mit den diversen Möglichkeiten zu experimentieren. Darunter mit Google AdSense, Adscale, Flattr und eine Zeit lang sogar mit Eigenvermarktung.

Bei Google AdSense konnte ich mich dann am Ende eines guten Monats über 2,50 Euro freuen, Adscale brachte mit Tausender-Kontakt-Preisen (TKPs) zwischen fünf und 20 Cent so gut wie gar nichts ein, die Eigenvermarktung scheiterte meist an der Beständigkeit und am enorm hohen Aufwand, um überhaupt mal Werbekunden zu akquirieren. Und Flattr ist für mich eher eine tolle Wertschätzung als finanzieller Gewinn, der inzwischen aber irgendwo zwischen zwei und drei Euro pro Monat liegt.

Exklusivität gegen hohe TKPs

Eine Stilanzeige

Eine Stilanzeige

Seit Mai 2013 schon reizt mich das im April 2012 gegründete Stilanzeigen. Die Idee: Ein kleines Bild (130px mal 100px), ein maximal 80-Zeichen-Text darunter oder rechts daneben. Zudem muss die Anzeige exklusiv auf dem jeweiligen Blog eingebunden sein. Sprich: Wo die Anzeige zu sehen ist, darf keine andere Werbung zu sehen sein. Und für diese Exklusivität sind die stets hochwertigen Werbekunden dann auch bereit, etwas mehr Geld für die Blogger springen zu lassen: Der Mindest-TKP bei Stilanzeigen liegt bei 2,00 Euro.

Schluss also mit blinkenden Bannern, Popup-Fenstern und rotierenden AdSense-Anzeigen für einen Spottpreis. Hin zu Einfachheit, guter Bezahlung und mehr Komfort für die Leser. Letzteres ist übrigens etwas, was ich nie für die paar Euro eintauschen würde – und darum letztlich auch mit AdSense und Adscale gebrochen habe.

Leider wurde lange Zeit auf meine Bewerbung bei Stilanzeigen nicht reagiert. Nach einiger Zeit fragte ich per E-Mail nach und erhielt die Information, dass es zu dem Zeitpunkt für mein Themenfeld keine passenden Kampagnen gebe. Sobald sich das ändere, werde ich freigeschaltet. Die Sache verlief sich dann irgendwann wieder, bis ich mich vor zwei Wochen telefonisch bei Stilanzeigen erkundigte, woran es denn hapert. Problem gefunden, Problem gelöst  – und die Freischaltung lief dann gestern fix und unkompliziert ab. Die erste Kampagne kommt von der Leipziger Buchmesse.

Das Backend von Stilanzeigen.net - schick und aufgeräumt

Das Backend von Stilanzeigen.net – schick und aufgeräumt

Besonders schick ist das schlichte Backend für die teilnehmenden Blogs: Die Einnahmen, Kampagnen und ein FAQ reichen schon aus. Mehr will ich als Vermarktungsanfänger eigentlich auch gar nicht wissen. Anders als bei Adscale oder AdSense muss ich hier keine zig Anzeigen verwalten, mich durch das Media-ABC quälen und TKP, CPC und sonstige Abkürzungen verstehen.

650 Blogs mit 200 Kampagnen von 50 Kunden

Die Anzeige kann ich mittels eines kleinen Editors dann noch an meine Seite anpassen: Sowohl farblich als auch layouttechnisch. In meinem Fall (einer eher schmalen Sidebar links) bot es sich an, den Text unter das Bild zu setzen, wahlweise kann man es aber auch horizontal ausrichten.

Nach einer kurzen Anfrage bei Stilanzeigen, dessen Vorbild der US-Vermarkter The DECK ist, verriet mir einer der freundlichen Mitarbeiter, dass das Netzwerk aktuell 650 angemeldete Blogs zählt, auf denen inzwischen über 200 Kampagnen ausgeliefert wurden. Diese kamen von über 50 unterschiedlichen Kunden, die danach – so Stilanzeigen – auch immer gerne wieder auf diese Möglichkeit zurückgriffen. Zu den teilnehmenden Bloggern gehören unter anderem Stefan Niggemeier oder Felix Schwenzel, die Werbeanzeigen kommen von brandeins, thomann oder Chip.

Die Jungs von Stilanzeigen: Max Weiss, Jan Homann & Simon Staib

Die Jungs von Stilanzeigen: Maximilian Weiss, Jan Homann & Simon Staib

Mich hat all das überzeugt, weshalb es hier künftig – sofern denn Kampagnen verfügbar sind – häufiger Stilanzeigen zu sehen geben wird. Reich werde ich hierdurch zwar sicher auch nicht, immerhin kann ich durch die Einnahmen aber locker meine Server- und Domainkosten und den ein oder anderen Kaffee rausholen.

Die Hauptargumente für Stilanzeigen im Überblick

  • Nur eine Anzeige, kein “Focus Online”-Style
  • Ein simples Bild, keine blinkenden Banner
  • Faire Vergütung mit mindestens 2,00 Euro pro 1.000 Abrufe
  • Seriöse Werbekunden, keine Abnehmpillen oder Pornoseiten
  • Schlankes Backend, gute Übersicht über die Einnahmen

Frage an euch: Wie empfindet ihr die kleinen Stilanzeigen und das Konzept dahinter? Überzeugt? Oder noch nicht?

Tobias Gillen

ist freiberuflicher Medien- und Technik-Journalist aus Köln. Bei seiner Arbeit schreibt er auf Papier und ins Netz über alte, neue und soziale Medien. Er ist Autor des Buchs "Spurlos & Verschlüsselt!" und Chefredakteur von BASIC thinking.

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