Interview: MdB Oliver Krischer (Grüne) über Podiumsdiskussionen
Oliver Krischer ist Bundestagsabgeordneter der Grünen und hat sich nach einer Podiumsdiskussion mit MdB Seif (CDU) ein paar Minuten Zeit für das tobiasgillen Blog genommen, um sich generell zu Podiumsdiskussionen zu äußern. Vielen Dank an dieser Stelle.

Was denken sie, wie effizient solche Diskussionsrunden sind?
Ich finde es immer spannend, sich mit den Kollegen von der CDU und der FDP auszutauschen, weil man dann auch hört, was kommt an einer anderen Stelle für ein Argument und grade jetzt nach der 180-Grad-Wende, die die Bundesregierung hingelegt hat ist es natürlich interessant zu hören, wie so ein Kollege argumentiert.
Für wie wichtig halten sie solche Diskussionen denn grundsätzlich? Nicht nur zu diesem Thema?
Ich finde, es ist immer wichtig so einen Austausch zu machen, auch mit Podiumsdiskussion, um einfach erst einmal mitzukriegen, was die Leute denken und was die Menschen bewegt und was es an Fragen gibt. Aber auch jenseits von den Ausschüssen mal einen Austausch zu haben, mache ich sehr gerne und es ist einer der Teile, die an meiner Arbeit Spaß machen.
Inwiefern haben denn Bundestagsabgeordnete noch Zeit für solche Veranstaltungen? Machen das viele?
Das ist unterschiedlich. Ich mache das sehr viel, auch hier in der Region und in ganz NRW halte ich Vorträge, aber das gehört natürlich zu dem Job dazu. In den Sitzungswochen ist man dann in Berlin und in den sitzungsfreien Wochen ist man hier der Region im Wahlkreis und da machen natürlich alle in irgendeiner Weise solche Veranstaltungen.
Also die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten nimmt sich schon Zeit dafür?
Klar, es ist ja das eine, in Berlin zu entscheiden und die ganze politische Diskussion zu machen und das andere ist dann natürlich auch mit den Leuten, die einen gewählt haben und allen anderen in Kontakt zu bleiben. Mein Eindruck ist schon, dass die Mehrzahl der Abgeordneten das macht, ich kann aber natürlich nicht beurteilen, ob alle das in der gleichen Intensität machen, aber so wie ich das wahrnehme, sind alle bemüht vor Ort Präsenz zu zeigen. Es gibt natürlich immer Themen, die einem mehr Spaß machen.
Danke für das Gespräch.
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Hallo Tobias Billen,
schöner blog und auch eine gute Reportage über Oliver.Da ich federführend an der Veranstaltung von campact beteiligt war,hätte ich mir natürlich gewünscht,dass Du auch mehr über die Veranstaltung geschrieben hättest. Insbesondere da ja auch dein “Arbeitgeber” der KStA nix dazu gemacht hat.
Ich denke wir alle unterschätzen jetzt,was da noch kommt und wie es weitergeht.Wir werden also aufpassen,dass es jetzt so schnell es geht aus der Kernkraft raus geht und in die Erneuerbaren Energien (EE) hineingeht.Das ist eine Mammutaufgabe die uns alle Fordern wird.Energieeffizienz,KWK,Solardächer ,Kleinkraftwerke,Speicher als Stichworte.Also eine gute Zeit für große Reportagen.