
Die Ankündigung, dass man beim Axel Springer-Verlag zum 60. Geburtstag an jeden der rund 41 Millionen Haushalte in Deutschland eine Sonderausgabe der “BILD” senden möchte, stößt im Internet aktuell auf heftigen Gegenwind. Von “BITTE KEINE BILD EINWERFEN”-Stickern bis hin zu “Keine BILD”-Fanpages auf Twitter und Googleplus – alles ist dabei. Udo Vetter, bloggender Anwalt, kündigt auf seinem Weblog an, dem Axel Springer-Verlag einen Brief zu senden, dass er bitte aus der Empfängerliste gestrichen werden möchte. Er möchte nicht, dass der Verlag mit ihm Werbegelder verdient. Dabei bezieht sich Vetter auf ein Gerichtsurteil des Landgerichts Lüneburg, das besagt, dass Sendungen unzulässig sind, wenn sie vorher per Schreiben explizit abgelehnt worden sind.
Ich werde also mal einen kleinen Brief (vorab als Fax) an den Axel Springer Verlag senden und fordern, mich aus der Empfängerliste zu streichen. Sollte dann doch die BILD im Briefkasten sein, wird man über Unterlassungsansprüche nachdenken können.
Unterdessen hat sich der Kölner Anwalt Andreas Schwartmann an die Arbeit gemacht und ein Musteranschreiben vorbereitet, dass es dem Verlag untersagen soll, die “BILD” zuzustellen. Das Dokument ist hier als .pdf zu haben, ihr könnt es euch aber auch hier kopieren:
Axel Springer AG /
Axel Springer Verlag AG
Axel-Springer-Platz 1
20350 HamburgVorab via Fax: 040 347 26600
Sehr geehrte Damen und Herren,
unter der Internetadresse
http://www.axelspringer-mediapilot.de/dl/424150/BILD_fuer_ALLE_2012.pdf
kündigen Sie Ihren Werbekunden an, am 23.06.2012 die von Ihnen verlegte BILD-Zeitung kostenlos in einer Sonderausgabe an alle Haushalte in Deutschland zu verschenken. Betroffen seien 41 Millionen Haushalte, “inklusive Werbeverweigerer.”
Ich möchte die BILD-Zeitung nicht geschenkt bekommen, weder als Sonder-, noch als reguläre Ausgabe.Ich untersage Ihnen daher die unerwünschte Zustellung der Zeitung ausdrücklich und fordere Sie daher auf, es zu unterlassen, mir an die folgenden Anschriften am 23.06.2012 (oder an einem anderen Tag) ohne meine vorherige Einwilligung eine Ausgabe der BILD-Zeitung zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen zu lassen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen:
[HIER EINFÜGEN]
Mit freundlichen Grüßen,
[NAME]
Also können wir uns das Abmoniteren oder Zukleben des Briefkastens sparen. Juhu!







*briefzuleck*
DANKE! ;)
Gerngeschehen! ;-)
Naja aber das ganze läuft doch schon wieder prima für die Bildzeitung. Aufmerksamkeit bevor die ganze Aktion überhaupt richtig angefangen hat und zwar im Grunde genommen nur weil sich so viele Leute dagegen wehren möchten. Nagut, es nicht zu tun ist auch keine Lösung
Da gebe ich dir recht. Aktuell wird das Springer viel Aufmerksamkeit bringen, wenn es aber dann so weit ist und der Verlag die ganzen Ausnahmen nicht realisiert hat / realisieren kann, hagelt es Post von Anwälten :-)
Huhu!
Per Fax und Brief gerade den Widerspruch rausgeorgelt. :-)
Freue mich schon über den nachfolgenden Medienrummel und zitiere die Meinung des Vorschreibers tobiasgillen. Die werden extreme Probleme haben, die Leute auszusparen, die Widerspruch eingelegt haben. Und wenn der Wisch dennoch im Kasten ist, sind die 15 Euro für den Anwalt gut angelegt. Das wird ein Spaß …