Texas Das Thema Todesstrafe lässt das tobiasgillen Blog momentan einfach nicht los. Das liegt teils am Fall Troy Davis und teils an den immer wieder neuen Nachrichten, die so reinflattern. Die jüngste Nachricht kommt aus dem US-Bundesstaat Texas, die nun die Henkersmahlzeit abgeschafft haben.
Die Henkersmahlzeit ist das letzte Essen, das sich der zum Tode Verurteilte wünschen darf. Der texanische Senator John Whitmire nannte eben diese letzte Freude nun “extrem unangemessen” und verbot ein “solches Privileg”. Aufsehen hatte zuletzt der am Mittwoch exekutierte Gefangene Lawrence Russell Brewer erregt, der sich als letztes Mahl ein Pfund Grillfleisch, zwei Steaks, ein Käseomlett, einen dreifachen Cheeseburger, eine Pizza, eine Schüssel Okra-Gemüse mit Kechup, einen halben Laib Weißbrot und als Dessert einen halben Liter Eiscreme bestellt hatte und dieses Essen nicht angerührt hatte. In Zukunft sollen die Todeskandidaten das normale Essen erhalten, das die anderen Häftlinge auch erhalten. Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, ob es das letzte Essen ist, was nun fehlt und weh tut oder die ganze Geste. Wenn man schon einen Menschen tötet, sollte man nicht dann zumindest die alte Tradition der Henkersmahlzeit beibehalten? Was kommt denn als nächstes? Darf der Angeklagte nicht mals mehr seine letzten Worte sprechen? Die Todesstrafe an sich ist schon eine Sauerei, aber dann die letzte Freude als extrem unangemessen zu deklarieren ist das i-Tüpfelchen auf dem Gipfel von Justiz- und Menschenrechtsversäumnissen.
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Todesstrafe hat mit Menschenrechten nichts zu tun, insofern wundert mich das nicht. Zumal die USA ja auch gerne entgegen aller Menschenrechte und Konventionen foltern. Bald führen die wieder so Sachen ein wie Rädern und Pfählen.
Wer sterben soll, soll auch nicht fressen….
Das alttestamentarische Prinzip von Vergeltung heißt Auge um Auge, Zahn um Zahn. Letztlich versteht man das heute vor allem als eine Beschränkung, daß der Täter nicht schlimmer bestraft werden soll……
Gerade entdeckt: Einen Artikel von mir vom letzten Jahr, der irgendwie zu Amis und Todesstrafe paßt.