Die Medien und das Germanwings-Unglück: Wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen

Beim Absturz der Germanwings-Maschine 4U 9525 zeigen sich seit Tagen die Abgründe des (Online-)Journalismus. Erneut heute, als die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben hat, dass Andreas L., der Kopilot der Maschine, vor Erlangen des Pilotenscheins wegen „Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung war“. Eine kleine Sammlung an Meldungen, die zeigt, wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen können. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass immer weniger Menschen wesentlich mehr als Schlagzeilen, Google-News-Ausschnitte oder Tweets lesen.

Germanwings
Beim Absturz der Germanwings-Maschine 4U 9525 zeigen sich seit Tagen die Abgründe des (Online-)Journalismus. Erneut heute, als die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben hat, dass Andreas L., der Kopilot der Maschine, vor Erlangen des Pilotenscheins wegen „vermerkter Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung war“. Eine kleine Sammlung an Meldungen, die zeigt, wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen können. „Die Medien und das Germanwings-Unglück: Wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen“ weiterlesen

Aktion zur Leipziger Buchmesse: Signierte Freiexemplare von „Spurlos & Verschlüsselt!“

Vom 12. bis 15. März findet in Leipzig wieder die Leipziger Buchmesse statt. Natürlich auch mit Jens Bolm vom JMB-Verlag, der u.a. auch mein Buch „Spurlos & Verschlüsselt!“ mit dabei hat. Zusammen haben wir uns für drei Blog-Leser und Messebesucher eine kleine Aktion ausgedacht.

Vom 12. bis 15. März findet in Leipzig wieder die Leipziger Buchmesse statt. Natürlich auch mit Jens Bolm vom JMB-Verlag, der unter anderem auch mein Buch „Spurlos & Verschlüsselt!“ mit dabei hat. Zusammen haben wir uns für drei Blog-Leser und Messebesucher eine kleine Aktion ausgedacht.

3 x 1 signiertes Exemplar von „Spurlos & Verschlüsselt!“

Es geht um Folgendes: Die ersten drei Blog-Leser, die gut gelaunt mit diesem Artikel auf dem Smartphone, Tablet oder meinetwegen auch ausgedruckt auf Papier, bei Jens am Stand sind, bekommen je ein signiertes Freiexemplar von mir zugeschickt. Einzige Voraussetzung ist, dass sie – wie gesagt – diesen Blogbeitrag bei Jens wie auch immer vorzeigen.

Jens, bzw. den JMB-Verlag, findet ihr in Halle 4 an Stand A102. Neben „Spurlos & Verschlüsselt!“ natürlich noch mit diversen anderen tollen Büchern, etwa von Sebastian Bartoschek, Peter „Bulo“ Böhling oder Thomas Koch. Zudem werden am Samstag drei Lesungen stattfinden.

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Auf in Halle 4, Stand A102!

In jedem Fall, ob für das Freiexemplar oder aus reinem Interesse, lohnt sich also ein Besuch bei Jens! Wer „Spurlos & Verschlüsselt!“ dann aber nicht mehr ergattern kann, ist herzlich eingeladen, es direkt beim JMB-Verlag, bei Amazon, im iBookstore oder DRM-frei über XinXii zu bestellen oder herunterzuladen.

Und nun: Viel Spaß auf der Leipziger Buchmesse!

Warum ich einen Adblocker nutze – eigentlich aber doch nicht

Drüben bei lousypennies.de hat der sehr geschätzte Karsten Lohmeyer einen wichtigen Beitrag zum Thema Adblocker geschrieben. Seine Kernaussage: „Ich würde mir eher einen Arm abhacken, als einen Adblocker zu benutzen.“ Ich habe das lange genauso gesehen. Inzwischen differenziere ich bei dem Thema aber etwas mehr – und nutze tatsächlich seit einigen Monaten auch einen Adblocker. Meine 5 Cent zu dem Thema.

Drüben bei lousypennies.de hat der sehr geschätzte Karsten Lohmeyer einen wichtigen Beitrag zum Thema Adblocker geschrieben. Seine Kernaussage: „Ich würde mir eher einen Arm abhacken, als einen Adblocker zu benutzen.“ Ich habe das lange genauso gesehen. Inzwischen differenziere ich bei dem Thema aber etwas mehr – und nutze tatsächlich seit einigen Monaten auch einen Adblocker. Meine 5 Cent zu dem Thema. 

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Justin Bieber, der „BILD“-Geburtstagsbesuch und die gute alte Homestory

Wo ist sie nur hin, die gute alte Homestory? Wo Prominente ausgewählten Journalisten, Fotografen und Kamerateams die Tür öffneten, ihnen ihr Wohnzimmer, ihren Pool und den großzügigen begehbaren Kleiderschrank zeigten und Sätze über harte Arbeit, viel Glück im Leben und Dankbarkeit in Aufnahmegeräte säuseln konnten. Wo der Erkenntnisgewinn für den Leser oder Zuschauer zwar auch gegen Null ging, aber immerhin ein paar schöne Bilder dabei raussprangen.

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Wo ist sie nur hin, die gute alte Homestory? Wo Prominente ausgewählten Journalisten, Fotografen und Kamerateams die Tür öffneten, ihnen ihr Wohnzimmer, ihren Pool und den großzügigen begehbaren Kleiderschrank zeigten und Sätze über harte Arbeit, viel Glück im Leben und Dankbarkeit in Aufnahmegeräte säuseln konnten. Wo der Erkenntnisgewinn für den Leser oder Zuschauer zwar auch gegen Null ging, aber immerhin ein paar schöne Bilder dabei raussprangen.

Das muss man sich leider fragen, wenn man die „BILD“-Geschichte „Geburtstagsbesuch – Wie ich Justin Bieber ein Geschenk machen wollte“ liest. Gleich zu Beginn stellt die Autorin klar, warum genau sie auf die Idee kommt, dem Musiker einen „Geburtstagsbesuch“ abzustatten:

Mit Justin Bieber (21) ist das so eine Sache: Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Believer oder Hater. Ich gehöre zu Kategorie eins.

Nicht aber wegen seiner Musik. Natürlich nicht, wer würde das schon öffentlich zugeben? Nein, vielmehr, weil Justin Bieber es geschafft habe, aus schwierigen Verhältnissen „an die Spitze der erfolgreichsten Stars“ aufzusteigen, ein „American Dream“ eben.

Dass er dabei gerne mal negativ aufgefallen ist, indem er etwa 2013 angeblich in einem Restaurant in einen Putzeimer urinierte oder sich 2014 mit Schauspieler Orlando Bloom („Der Streit zwischen Orlando Bloom und Justin Bieber hält weiterhin die Welt in Atem“, focus.de) angelegt hat, stört die Autorin nicht weiter. Im Gegenteil:

Der Biebs ist eben auch nur ein pubertierender Mensch. Und langweilig wird’s mit ihm nicht.

„Der Biebs“ wurde am 1. März also 21 und damit auch in den USA volljährig. Oder wie es die „BILD“-Autorin formuliert:

In Los Angeles gibt es kaum ein anderes Thema: Bieber hat gleich Geburtstag, er wird 21. Volljährigkeit. Jetzt darf er sich offiziell in Clubs die Birne zusaufen.

Was liegt jetzt also näher, als ihm einen Hausbesuch abzustatten? Richtig: So ziemlich alles, aber das stört die Autorin nicht weiter. Nach 20-minütiger Internetrecherche nach Biebers neuem Haus in Beverly Hills sitzt sie zusammen mit einem Kollegen im Auto zum Geburtstagskind.

Auf dem Weg dahin gehen uns viele Gedanken durch den Kopf: Wie muss es sein, neben einem Star wie Justin Bieber zu wohnen? Ob sein Haus von Sicherheitsleuten umzingelt ist?

Endlich angekommen, die Ernüchterung:

Es brennen Lichter im Haus, doch nach einem Spaziergang am Haus entlang, merken wir schnell: Eine Party ist hier nicht im Gange, viel zu leise, viel zu wenig los.

Na sowas. Schlimm genug, dass sie es einmal probiert haben. Aber als wäre das nicht genug, versuchen sie es am nächsten Morgen gleich nochmal. Diesmal bewaffnet mit einem Twinkie und einer Geburtstagskerze.

Obwohl niemand vor dem Haus steht, fühlen wir uns beobachtet. Ein seltsames Gefühl. Dennoch fangen wir an, ein paar Fotos zu schießen. EIN FEHLER, WIE WIR SCHNELL MERKEN. Gerade als wir dabei sind etwa zwei Meter entfernt ein Video zu drehen, flüstert Matthias plötzlich. „Security hinter dir.“ Wir stoppen unseren Dreh, entscheiden uns für die offizielle Variante: Klingeln.

Blöd daran ist nur, dass das Haus von Bieber leider keine Klingel hat. Dabei könnte es sich natürlich um einen blöden Fehler beim Hausbau handeln. Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass sich der Kerl ungerne von lästigen „BILD“-Journalisten Geburtstagstörtchen überreichen lassen will. Ich bin noch unsicher, was wahrscheinlicher ist.

Der Securitymann konnte das Törtchen dann leider auch nicht annehmen.

Wir verabschieden uns und wissen genau, was er gedacht hat: Groupies, immer diese Groupies.

Wenn es nur die wären…

Palina Rojinski, das Anti-Autogramm-Posting auf Facebook und die „Bunte“

Palina Rojinski, vielen wohl bekannt als Moderatorin und Jury-Mitglied von „Got to Dance“, ist am Montagabend mit einem fragwürdigen Posting auf Facebook aufgefallen, das – sagen wir mal – nur so mittelgut ankam. Hintergrund der Aktion war ein Auftritt in der ProSieben-Show „Circus Halligalli“, was die „Bunte“ aber nicht davon abhielt, einfach mal draufzuhalten. Aber von vorne.

Facebook

Palina Rojinski, vielen wohl bekannt als Moderatorin und Jury-Mitglied von „Got to Dance“, ist am Montagabend mit einem fragwürdigen Posting auf Facebook aufgefallen, das – sagen wir mal – nur so mittelgut ankam. Hintergrund der Aktion war ein Auftritt in der ProSieben-Show „Circus Halligalli“, was die „Bunte“ aber nicht davon abhielt, einfach mal draufzuhalten. Aber von vorne.  „Palina Rojinski, das Anti-Autogramm-Posting auf Facebook und die „Bunte““ weiterlesen