Einblick in meine Blog-Statistik: Best of Suchbegriffe

Vergessen wir für einen Moment mal die nervenaufreibenden Themen rund um PRISM, TEMPORA und Co., lassen wir Edward Snowden mal Edward Snowden sein und widmen uns wenigstens für einen Blogpost mal den unwichtigen Dingen dieser Welt: Meiner Blog-Statistik. Ich bin ein Mensch, der gerne weiß, was wie viel gelesen und geklickt, geteilt und kommentiert wurde. Aus diesem Grund schaue ich hin und wieder in die Blog-Stats und bringe mich auf den neusten Stand der Zahlen. Dort sehe ich aber nicht nur öde Zahlenreihen, sondern auch die Suchbegriffe, durch die Menschen auf mein Blog gefunden haben. Einen Einblick in die Untiefen meiner Bloggervergangenheit und einige lustige Treffer, für die ich nicht immer Erklärungen habe.

Darunter ist dieser Suchbegriff: „haben sie ein problem hat es jemand gesehen„, der regelmäßig (!) auf mein Blog verweist. Leider konnte ich das nicht zurückverfolgen. Einzelne Worte – „problem“, „gesehen“, „jemand“ – finden sich in Blogbeiträgen, und darüber kommt man dann offenbar auf meine Seite.

Schön ist auch, dass sich die fleißigen Googler und Binger besonders für Körpergrößen zu interessieren scheinen. „wie groß ist philipp rösler„, „wie groß ist rösler“ und „bruno mars körpergröße“ sind dabei die Top-Aufrufe. Über Bruno Mars habe ich – lange Zeit ist’s her und zwecks Relaunch längst im Papierkorb verschwunden – mal eine CD-Rezension verfasst, über Rösler sicher in der Zeit, als hier auch politische Themen regelmäßig zu lesen waren, gebloggt. Aber sicher nicht – ganz sicher nicht – über deren Körpergröße. Für alle, die bislang nicht auf die Lösung gestoßen sind: Sorry. (P.S.: Rösler ist ca. 1,80 m, Bruno Mars ca. 1,65 m)

Papa bin ich zwar noch nicht, dennoch dankten mir einige Seitenaufrufer mit dem Suchbegriff „danke papa für alles“ und erklärten ziemlich eindeutig: „bitte keine bild einwerfen„, so! Schön ist auch, dass ich unter dem Suchbegriff „eierkratzen kroatien“ zu finden bin. Dieser bezieht sich auf das Video einer österreichischen Moderatorin, die über das klassiche Eierkratzen in Kroatien berichten soll, welches ich mal verbloggt habe. Sehr sehenswert, denn so wirklich funktioniert hat die Anmoderation nicht.

Thematisch passend ist auch der Begriff „auf die länge kommt es an“ über den mein Blog immer wieder aufgerufen wird. Der bezieht sich auf eine Buch-Rezension, die ich einst über Florian Meimbergs „Tiny Tales: Auf die Länge kommt es an“ veröffentlicht habe. Den Begriff „inchworm“ kommentiere ich hier besser nicht, bezieht sich aber auf ein kleines Spielzeug-Gadget, das ich mal testen durfte.

Zudem scheint mein Blog nicht bei jedem gut anzukommen. Auf die Frage „wo gibt es noch die todesstrafe“ darf ich hiermit die Antwort geben: In Deutschland jedenfalls nicht. Wegklicken sollte es aber doch auch tun, oder? Spaß bei Seite. Auch das geht auf die Blog 1.0-Zeiten zurück, wo ich mich mal mit diesem Thema befasst habe. Dagegen unerklärlich ist mir die Tatsache, dass man mich via „mexiko drogenboss“ gefunden hat. An die mitlesenden Freunde von NSA, GCHQ, BND und Co.: Meine Karriere als mexikanischer Drogenboss ist längst vorbei – kein Grund zur Aufregung!

Schön ist auch Mehmet Scholls intellektueller Auflug in die fußballerische Literatur, die ich kurz drauf twitterte und Google über mein Twitter-Widget einsammelte: „diametral abkippende doppelsechs„. Der wurde aber auch nur wenige Male geklickt. Schließlich hatten 90 Prozent der Menschen, die sich dafür interessierten, bereits wenige Sekunden später vergessen, nach was genau sie suchen wollten.

Die meiste Freude bereitet mir aber mein Artikel über WhatsApp und den „Zwang der Antwort„. Hier mal meine vier Favoriten an Suchbegriffen zu diesem Text: „sehe in whatsapp nicht wann freund zuletzt online war„, „die beste freundin antwortet nicht war aber online„, „wie lese ich raus aus dem chazt das sie mich mag“ und – mein Liebling – „wenn ein freund deine nachrichten liest aber nicht zurück schreibt heist das.dann das man nervt„. Ich hoffe, ich konnte helfen.

Kurios, kurios. Und spannend zu sehen, wofür Google, Bing und Co. doch gut sind. So, nun zurück zum ernsthaften Teil. Snowden, PRISM und Co. warten schon wieder auf euch!

An alle Blogger-Kollegen: Was sind eure liebsten Suchbegriffe?

Autor: Tobias Gillen

ist Medien- und Technik-Journalist aus Köln. Bei seiner Arbeit schreibt er auf Papier und ins Netz über alte, neue und soziale Medien. Er ist Autor des Buchs "Spurlos & Verschlüsselt!" und Chefredakteur von BASIC thinking.

5 Gedanken zu „Einblick in meine Blog-Statistik: Best of Suchbegriffe“

  1. Macht doch immer wieder Spaß, nicht?

    Ich finde immer die völlig abstrakten Suchbegriffe toll. Oder die, die Aufschluss über – nicht nur – sexuelle Vorlieben geben. :D

  2. Hi, toller Artikel und es ist wirklich interessant zu lesen, über welche Suchbegriffe ein/dein Blog gefunden worden ist. Ich sollte mir mal meine Stats ansehen, was ich bisher nicht verbloggt habe.

    Ja, Suchmaschinen sind in der Hinsicht gute Unterstützer wie es zu sein scheint.

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