Von Schrödingers Katze zur GmbH: Hallo, BASIC thinking GmbH

Schrödingers Katze ist ein Gedankenexperiment aus dem Jahr 1935 des österreichischen Physikers Erwin Schrödinger. Seine These: Solange sich eine Katze von der Außenwelt abgeschirmt in einer Kiste mit einer Giftampulle befindet, kann man sie sowohl als tot als auch als lebendig ansehen. Gewissheit über ihren Zustand hat man erst, wenn man die Kiste öffnet. 

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Das machen wir Blogger wirklich den ganzen Tag

Blogger, diese seltsame Spezies von bärtigen, ungepflegten Nerds, die tagein und tagaus vor ihren Bildschirmen kleben und ungefiltert ihre unjournalistischen Meinungen ins Internet pusten. Ja, das war lange das Bild von uns, diesen Bloggern, zu denen ich mich selbst natürlich auch zähle. Das Bild ist zweifelsfrei veraltet, ziemlich antik, möchte man sagen. Aber, was genau machen wir dann eigentlich den ganzen Tag? Ein Einblick in den Alltag eines Vollzeitbloggers.

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BASIC rising: BASIC thinking schafft den Turnaround

Drei Monate ist der Verkauf von BASIC thinking nun her. In der Zwischenzeit haben wir keinen Stein auf dem anderen gelassen und die angeschlagene Marke BASIC thinking mit Mut zum Risiko umgebaut. Nun ist es Zeit, ein beruhigendes Update zu geben: Wir leben wieder. Und zwar besser als gedacht.

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Wie „Mediapart“ unabhängigen Journalismus im Netz vormacht

In Deutschland suchen Medienhäuser händeringend nach Erlösmodellen. Die französische Seite „Mediapart“ ist da schon weiter: Sie verzichtet auf Werbung, finanziert sich mit Abos – und ist damit auch noch rentabel. Wie das funktioniert und was hiesige Medien in dem Bereich machen.

In Deutschland suchen Medienhäuser händeringend nach Erlösmodellen. Die französische Seite „Mediapart“ ist da schon weiter: Sie verzichtet auf Werbung, finanziert sich mit Abos – und ist damit auch noch rentabel. Wie das funktioniert und was hiesige Medien in dem Bereich machen.

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Der journalistische Nutzen von „Plague – The Network“

Ist eine App, die auf das mehr oder minder blinde Verteilen von Nachrichten setzt, ein journalistisches Werkzeug? Die Frage stellt sich derzeit bei der App „Plague – The Network“, die Nachrichten wie eine Virus-Erkrankung behandelt.

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Ist eine App, die auf das mehr oder minder blinde Verteilen von Nachrichten setzt, ein journalistisches Werkzeug? Die Frage stellt sich derzeit bei der App „Plague – The Network“, die Nachrichten wie eine Virus-Erkrankung behandelt.

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Die Medien und das Germanwings-Unglück: Wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen

Beim Absturz der Germanwings-Maschine 4U 9525 zeigen sich seit Tagen die Abgründe des (Online-)Journalismus. Erneut heute, als die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben hat, dass Andreas L., der Kopilot der Maschine, vor Erlangen des Pilotenscheins wegen „Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung war“. Eine kleine Sammlung an Meldungen, die zeigt, wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen können. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass immer weniger Menschen wesentlich mehr als Schlagzeilen, Google-News-Ausschnitte oder Tweets lesen.

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Beim Absturz der Germanwings-Maschine 4U 9525 zeigen sich seit Tagen die Abgründe des (Online-)Journalismus. Erneut heute, als die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben hat, dass Andreas L., der Kopilot der Maschine, vor Erlangen des Pilotenscheins wegen „vermerkter Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung war“. Eine kleine Sammlung an Meldungen, die zeigt, wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen können. „Die Medien und das Germanwings-Unglück: Wie Überschriften die Wahrnehmung beeinflussen“ weiterlesen

Warum ich einen Adblocker nutze – eigentlich aber doch nicht

Drüben bei lousypennies.de hat der sehr geschätzte Karsten Lohmeyer einen wichtigen Beitrag zum Thema Adblocker geschrieben. Seine Kernaussage: „Ich würde mir eher einen Arm abhacken, als einen Adblocker zu benutzen.“ Ich habe das lange genauso gesehen. Inzwischen differenziere ich bei dem Thema aber etwas mehr – und nutze tatsächlich seit einigen Monaten auch einen Adblocker. Meine 5 Cent zu dem Thema.

Drüben bei lousypennies.de hat der sehr geschätzte Karsten Lohmeyer einen wichtigen Beitrag zum Thema Adblocker geschrieben. Seine Kernaussage: „Ich würde mir eher einen Arm abhacken, als einen Adblocker zu benutzen.“ Ich habe das lange genauso gesehen. Inzwischen differenziere ich bei dem Thema aber etwas mehr – und nutze tatsächlich seit einigen Monaten auch einen Adblocker. Meine 5 Cent zu dem Thema. 

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Justin Bieber, der „BILD“-Geburtstagsbesuch und die gute alte Homestory

Wo ist sie nur hin, die gute alte Homestory? Wo Prominente ausgewählten Journalisten, Fotografen und Kamerateams die Tür öffneten, ihnen ihr Wohnzimmer, ihren Pool und den großzügigen begehbaren Kleiderschrank zeigten und Sätze über harte Arbeit, viel Glück im Leben und Dankbarkeit in Aufnahmegeräte säuseln konnten. Wo der Erkenntnisgewinn für den Leser oder Zuschauer zwar auch gegen Null ging, aber immerhin ein paar schöne Bilder dabei raussprangen.

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Wo ist sie nur hin, die gute alte Homestory? Wo Prominente ausgewählten Journalisten, Fotografen und Kamerateams die Tür öffneten, ihnen ihr Wohnzimmer, ihren Pool und den großzügigen begehbaren Kleiderschrank zeigten und Sätze über harte Arbeit, viel Glück im Leben und Dankbarkeit in Aufnahmegeräte säuseln konnten. Wo der Erkenntnisgewinn für den Leser oder Zuschauer zwar auch gegen Null ging, aber immerhin ein paar schöne Bilder dabei raussprangen.

Das muss man sich leider fragen, wenn man die „BILD“-Geschichte „Geburtstagsbesuch – Wie ich Justin Bieber ein Geschenk machen wollte“ liest. Gleich zu Beginn stellt die Autorin klar, warum genau sie auf die Idee kommt, dem Musiker einen „Geburtstagsbesuch“ abzustatten:

Mit Justin Bieber (21) ist das so eine Sache: Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Believer oder Hater. Ich gehöre zu Kategorie eins.

Nicht aber wegen seiner Musik. Natürlich nicht, wer würde das schon öffentlich zugeben? Nein, vielmehr, weil Justin Bieber es geschafft habe, aus schwierigen Verhältnissen „an die Spitze der erfolgreichsten Stars“ aufzusteigen, ein „American Dream“ eben.

Dass er dabei gerne mal negativ aufgefallen ist, indem er etwa 2013 angeblich in einem Restaurant in einen Putzeimer urinierte oder sich 2014 mit Schauspieler Orlando Bloom („Der Streit zwischen Orlando Bloom und Justin Bieber hält weiterhin die Welt in Atem“, focus.de) angelegt hat, stört die Autorin nicht weiter. Im Gegenteil:

Der Biebs ist eben auch nur ein pubertierender Mensch. Und langweilig wird’s mit ihm nicht.

„Der Biebs“ wurde am 1. März also 21 und damit auch in den USA volljährig. Oder wie es die „BILD“-Autorin formuliert:

In Los Angeles gibt es kaum ein anderes Thema: Bieber hat gleich Geburtstag, er wird 21. Volljährigkeit. Jetzt darf er sich offiziell in Clubs die Birne zusaufen.

Was liegt jetzt also näher, als ihm einen Hausbesuch abzustatten? Richtig: So ziemlich alles, aber das stört die Autorin nicht weiter. Nach 20-minütiger Internetrecherche nach Biebers neuem Haus in Beverly Hills sitzt sie zusammen mit einem Kollegen im Auto zum Geburtstagskind.

Auf dem Weg dahin gehen uns viele Gedanken durch den Kopf: Wie muss es sein, neben einem Star wie Justin Bieber zu wohnen? Ob sein Haus von Sicherheitsleuten umzingelt ist?

Endlich angekommen, die Ernüchterung:

Es brennen Lichter im Haus, doch nach einem Spaziergang am Haus entlang, merken wir schnell: Eine Party ist hier nicht im Gange, viel zu leise, viel zu wenig los.

Na sowas. Schlimm genug, dass sie es einmal probiert haben. Aber als wäre das nicht genug, versuchen sie es am nächsten Morgen gleich nochmal. Diesmal bewaffnet mit einem Twinkie und einer Geburtstagskerze.

Obwohl niemand vor dem Haus steht, fühlen wir uns beobachtet. Ein seltsames Gefühl. Dennoch fangen wir an, ein paar Fotos zu schießen. EIN FEHLER, WIE WIR SCHNELL MERKEN. Gerade als wir dabei sind etwa zwei Meter entfernt ein Video zu drehen, flüstert Matthias plötzlich. „Security hinter dir.“ Wir stoppen unseren Dreh, entscheiden uns für die offizielle Variante: Klingeln.

Blöd daran ist nur, dass das Haus von Bieber leider keine Klingel hat. Dabei könnte es sich natürlich um einen blöden Fehler beim Hausbau handeln. Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass sich der Kerl ungerne von lästigen „BILD“-Journalisten Geburtstagstörtchen überreichen lassen will. Ich bin noch unsicher, was wahrscheinlicher ist.

Der Securitymann konnte das Törtchen dann leider auch nicht annehmen.

Wir verabschieden uns und wissen genau, was er gedacht hat: Groupies, immer diese Groupies.

Wenn es nur die wären…

Palina Rojinski, das Anti-Autogramm-Posting auf Facebook und die „Bunte“

Palina Rojinski, vielen wohl bekannt als Moderatorin und Jury-Mitglied von „Got to Dance“, ist am Montagabend mit einem fragwürdigen Posting auf Facebook aufgefallen, das – sagen wir mal – nur so mittelgut ankam. Hintergrund der Aktion war ein Auftritt in der ProSieben-Show „Circus Halligalli“, was die „Bunte“ aber nicht davon abhielt, einfach mal draufzuhalten. Aber von vorne.

Facebook

Palina Rojinski, vielen wohl bekannt als Moderatorin und Jury-Mitglied von „Got to Dance“, ist am Montagabend mit einem fragwürdigen Posting auf Facebook aufgefallen, das – sagen wir mal – nur so mittelgut ankam. Hintergrund der Aktion war ein Auftritt in der ProSieben-Show „Circus Halligalli“, was die „Bunte“ aber nicht davon abhielt, einfach mal draufzuhalten. Aber von vorne.  „Palina Rojinski, das Anti-Autogramm-Posting auf Facebook und die „Bunte““ weiterlesen

„RP Online“ hat das Rätsel gelöst: So wird der Journalismus im Netz finanziert!

Werbung und Journalismus, das ist immer so eine Sache. Der Journalismus ist meistens von ihr abhängig, die Werbung genießt die Umgebung mit – manchmal – qualitativ hochwertigen Content. „RP Online“ hat sich aber ein ganz neues Geschäftsmodell ausgedacht. Fernab von Paywall, Flattr oder Crowdfunding. Warum Inhalte mit Werbung ausstrahlen, wenn man auch gleich Werbung mit Werbung verbinden kann? „„RP Online“ hat das Rätsel gelöst: So wird der Journalismus im Netz finanziert!“ weiterlesen

One-Page-Theme: Neues WordPress-Design mit vielen Strapazen

<a href="http://ebook.tobiasgillen.de" target="_blank">Meine E-Book-Seite</a> ist nun im One-Page-Design | Bild: Screenshot
Meine E-Book-Seite ist nun im One-Page-Design | Bild: Screenshot

Gerade sind sogenannte Single-Page-Themes (oder: One-Page-Themes) total im Trend. Man sieht sie an jeder Ecke, etwa beim Kollegen Julian Heck. Dabei geht es darum, eine komplette Website auf möglichst nur eine Seite zu bringen und die Inhalte so responsiv und möglichst schick wiederzugeben.   „One-Page-Theme: Neues WordPress-Design mit vielen Strapazen“ weiterlesen

#Heftigstyle: Bitte hört auf mit der Prostitution!

Heftig.co startet durch – und alle hecheln hinterher | © Logo heftig.co
Ich bin genervt. Genervt von all den Überschriften im sogenannten „Heftigstyle“. Genervt davon, wie viele geschätzte Medien inzwischen auf diesen Zug aufspringen. Genervt von der zunehmenden Klicknutten-Prostitution der „Qualitätsmedien“. Ein paar Worte dazu. „#Heftigstyle: Bitte hört auf mit der Prostitution!“ weiterlesen

Fundstücke (16): n-tv und der #Hoodiejournalismus

n-tv und der Hoodiejournalismus
n-tv.de nimmt den #Hoodiejournalismus mit Humor

Die Diskussion um Stefan Plöchingers Berufung in die „Süddeutsche“-Chefredaktion und die anschließende (meist selbstironische) Solidarisierung mit dem SZ.de-Chef hat inzwischen nicht nur einen Tumblr-Blog erobert. Auch auf n-tv.de erfreut man sich am #Hoodiejournalismus – aber anders, als man erwarten würde. „Fundstücke (16): n-tv und der #Hoodiejournalismus“ weiterlesen

Server kaputt: WhatsApp als Klickbringer für Online-Medien

Es kann hin und wieder mal vorkommen, dass Server überlastet sind. Nutzer des Messenger-Dienstes WhatsApp kennen das zur Genüge. Bis auf ein paar böse Facebook-Nachrichten war das bislang kein Problem, doch jetzt hat ja Facebook plötzlich seine Finger im Spiel – und die Medien drehen durch. „Server kaputt: WhatsApp als Klickbringer für Online-Medien“ weiterlesen