„And we danced, we cried, we laughed and had a really really really good time“ – (M)Ein Jahresrückblick 2013

Dankeschön!

Es ist Freitag, Anfang September, etwa 19 Uhr. Während viele schon seit zwei Stunden Feierabend haben und ins Wochenende starten, ist an der Ericusspitze in Hamburg noch helle Aufregung. Die Produktion vom „SPIEGEL“ steht an, Texte müssen fertiggestellt werden, die Rückläufe aus der Chefredaktion werden erwartet, letzte Autorisierungen von Interviewpartnern trudeln ein. Manchmal geht das alles schneller, manchmal dauert es eben länger – in jedem Fall aber gehen einige Mitarbeiter erst lange nach Mitternacht aus dem Haus. Für mich ist es ein trauriger Freitag. Ich sitze auf einem Stuhl im Büro des Ressortleiters, meine Verabschiedung aus der zweimonatigen Hospitanz im Medienressort steht an. Zuvor habe ich mich schon von einigen Menschen, die ich über die acht Wochen sehr lieb gewonnen habe, verabschiedet. Ich bin schlecht in sowas: Auch wenn ich mich auf Zuhause freue, es war eine wunderbare Zeit und ich bin den Tränen nah. Im Büro des Ressortleiters läuft Musik, aktuell spielt die Playlist „Read all about it“ von Emeli Sandé, ein trauriges Lied. Das macht den Abschied nicht einfacher. „„And we danced, we cried, we laughed and had a really really really good time“ – (M)Ein Jahresrückblick 2013“ weiterlesen

„Welt“ meldet, dass „SPIEGEL“ meldet, dass „Welt“ nicht bestätigen will, was „SPIEGEL“ meldet

Welt Spiegel

Achtung, es folgt ein Lehrstück für absolut perfekte Unternehmenskommunikation. Präsentiert wird es von der Axel Springer AG – oder, genauer – von der „Welt“. Denn statt eine Pressemitteilung über eine wichtige Neuverpflichtung der „Welt“ herauszugeben, wählen die Berliner Kollegen eine völlig neue Variante: Sie verweisen auf eine Vorabmeldung eines anderen Mediums, in der steht, dass der eigene Verlag nicht bestätigt, was in der Vorabmeldung steht. Ganz großes Kino! „„Welt“ meldet, dass „SPIEGEL“ meldet, dass „Welt“ nicht bestätigen will, was „SPIEGEL“ meldet“ weiterlesen

Fundstücke (10), getreu dem Motto: „SPIEGEL“ und „Stern“ in einen Sack, man trifft immer den Richtigen

Gut, „Der SPIEGEL“ ist rot, der „Stern“ ist rot, beide erscheinen wöchentlich, beide sind Magazine, beide kommen aus Hamburg, beide haben zum Teil den gleichen Inhaber – da kann man schon mal durcheinander kommen…

Vertan...

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„Günther Jauch“ über Schlaglöcher und das Netz über #Schlaglochfilme

Deutschland spricht über die Überwachungsprogramme PRISM und TEMPORA der National Security Agency (NSA) und des Government Communications Headquarter (GCHQ), über Edward Snowden und seine Enthüllungen, über die vom „SPIEGEL“ eingesehenen Geheimdokumente, über hungerstreikende Asylbewerber in München und über eine Bundestagswahl, die kurz bevor steht. Neben vielen anderen Themen, die man in einer öffentlich-rechtlichen Polittalkshow am Sonntagabend – zur besten Sendezeit nach dem „Tatort“ – hätte behandeln können, hat sich die Redaktion von „Günther Jauch“ für ein ganz besonders heikles Thema entschieden: „Die Schlagloch-Republik – geht Deutschland kaputt?“ Ein Storify über #Schlaglochfilme und die Frage nach der Relevanz von Schlaglöchern in einem ARD-Talk. „„Günther Jauch“ über Schlaglöcher und das Netz über #Schlaglochfilme“ weiterlesen

Gehört Stefan Raabs „Doosh“-Duschkopf in den „SPIEGEL“?

Ich mag Stefan Raab. Seine Ideen, Experimentierfreude und Showprojekte sind wichtig für das deutsche Fernsehen, das ohnehin zunehmend langweiliger wird. Ich mag es, „TV total“ live im Studio anzusehen und gehöre zu den wenigen Menschen, die nach gefühlt achtzehn Stunden „Schlag den Raab“ immer noch vor dem Bildschirm hängen. Zudem mag ich den „SPIEGEL“. Auch wenn er nicht mehr so dominant ist, wie vor einigen Jahren, so ist er für mich doch noch das bedeutendste Magazin im deutschen Journalismus und demnach eine Pflichtlektüre (- wenn auch nicht mehr im Abo). Und doch frage ich mich bei der dieswöchigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins, ob mir diese zwei Dinge – Stefan Raab und der „SPIEGEL“ – im folgenden Kontext zusammen gefallen. Es geht um Raabs neueste Erfindung: Einen Duschkopf.

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Respekt! „SZ“-Redakteure lehnen „Henri“ ab

Puh, da haben die drei Redakteure der „Süddeutsche Zeitung“, Hans Leyendecker, Klaus Ott und Nicolas Richter, für mächtig Wirbel in der Medienbranche gesorgt. Bei der Preisverleihung des Henri-Nannen-Preises am Freitagabend sollten sie für die Aufklärung der „Formel-1-Affäre“ bei der BayernLB für die beste investigative Leistung ausgezeichnet werden. So weit, so gut, hätte die Jury nicht vorher die Regularien geändert und versucht, nebst „SZ“- auch die beiden „BILD“-Redakteure Martin Heidemanns und Nikolaus Harbusch in derselben Kategorie auszuzeichnen. Weiterlesen…