Zwischenfazit: Twitter Cards ohne spürbaren Reichweiten-Effekt

Klappt das, mit Twitter Cards die Reichweite des Blogs erhöhen?
Klappt das, mit Twitter Cards die Reichweite des Blogs erhöhen?

Vor etwa sechs Wochen habe ich Twitter Cards hier im Blog vorgestellt, kleine Vorschaubilder und -texte, die unter Tweets mit Links angezeigt werden. Nun möchte ich ein erstes Fazit ziehen.

Social-Media-Experte Björn Tantau sprach in einem Blogpost davon, dass sich die Klickrate von Links auf Twitter durch den Einsatz von Twitter Cards um bis zu 10 Prozent steigern ließe. Grund genug für mich, das Dev-Center von Twitter aufzusuchen und die kleinen Vorschauansichten zu beantragen und hier im Blog einzubauen. Das sieht dann wie folgt aus:

Ich entschied mich für die (Design-)Variante „Summary“, also ein kleines Vorschaubild (in dem Fall von mir als default festgelegt) auf der rechten Seite, links daneben Überschrift, Einleitung, Name und Twitter-Account. So weit, so gut.

Doch leider konnte ich hier im Blog keinerlei Verbesserung der Klickrate (also Besucher von Twitter) feststellen. Dazu sollte man beachten, dass sich mein Blogverhalten ohnehin schwer kategorisieren lässt. Mal schreibe ich hier realtiv viel, mal ein paar Tage oder Wochen garnicht.

Mehr Reichweite durch Twitter Cards?

Die Anzahl der Besucher von Twitter, Facebook und Google(+) hängt somit auch stark von meiner Zeit und Schreiblaune ab. Wenn ich aber versuche, grobe Durchschnitte zu ziehen und die Besucher von Twitter auf einzelne Artikel zu beziehen (und Thema, Verbreitung des Tweets, etc. einzurechnen), dann hat sich durch die Twitter Cards bei mir fast nichts getan.

Vielleicht gehe ich das ganze viel zu kompliziert an, aber wenn ich soetwas versuche aufzuschlüsseln, dann möglichst genau. Und dabei kann ich jedenfalls keine Steigerung erkennen. Ein Gutes hatte der Blogpost mit dem How To aber dennoch: Ich wurde bereits mehrfach auf meine Twitter Cards angesprochen und der Artikel läuft nach wie vor sehr gut – vielen Dank dafür.

Zudem strahlen die Vorschauansichten natürlich auch Professionalität und Seriosität aus, vielleicht ist gerade das der Hauptvorteil. Schließlich weiß der Nutzer so genauer, was sich hinter dem Link versteckt (und das auch bei gekürzten Links).

Jedenfalls werde ich auch künftig beobachten, ob sich in der Richtung etwas tut und mich dann gegebenfalls noch mal zu dem Thema äußern, vielleicht mit genaueren Zahlen, insofern die denn dann etwas hergeben.


Nutzt du Twitter Cards? Und wenn ja, kannst du ein ähnliches Fazit ziehen oder bist du erfolgreicher mit den Vorschauansichten?

Autor: Tobias Gillen

ist Medien- und Technik-Journalist aus Köln. Bei seiner Arbeit schreibt er auf Papier und ins Netz über alte, neue und soziale Medien. Er ist Autor des Buchs "Spurlos & Verschlüsselt!" und Chefredakteur von BASIC thinking.

6 Gedanken zu „Zwischenfazit: Twitter Cards ohne spürbaren Reichweiten-Effekt“

  1. Ich nutze keine Twittercards. Finde es eher nervig, wenn die Embeds/Links plötzlich unnötig lang werden. Innerhalb von Google+ ist das okay, aber Twitter ist für mich nach wie vor ein Dienst, der kurz und übersichtlich sein sollte. Kurzum: Ich sehe den Mehrwert dieser Cards nicht wirklich.

  2. Hallo Tobias, vielen Dank für dein Fazit.

    Obwohl es die Twitter Cards seit längerem gibt, bin ich immer noch nicht dazu gekommen, diese auszuprobieren. Ich habe aber schon von vielen Blogger gehört, dass auch sie keine große Verbesserung bzgl. der Besucherzahl feststellen konnten. Vielleicht ist Twitter einfach nicht so “stark“ hier zu Lande im Vergleich zu USA.

    LG Raimond

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