“Wählen Sie politisch unkorrekt”: Mit der Partei Zukunft Durch Fernsehen zur Bundestagswahl 2013

Politikverdrossenheit in Deutschland? Pah! Jetzt wird alles anders. Die Partei Zukunft Durch Fernsehen, kurz ZDF genannt, geht mit dem Slogan “Wählen Sie politisch unkorrekt” bei der Bundestagswahl 2013 an den Start. Mit Spitzenkandidat Oliver Welke, der bislang stets für knallharte politische Diskussionen sorgte, und seinen zwei tatkräftigen Kollegen Urban Priol (Bild) und Frank-Markus Barwasser will ZDF bei der Bundestagswahl gegen Peer Steinbrück und Angela Merkel antreten. Sehen Sie hier den tiefgründigen Wahlwerbespot von Zukunft Durch Fernsehen und wählen auch Sie im Herbst 2013 Orange! Für eine orange Regierung. Weiterlesen →

Spott über Telekom-Drosselung: Storify zur #Drosselkom

Na bravo, liebe Telekom. Nicht nur, dass die Mitarbeiter mancher Abteilung teils vollständig in einer Betriebsversammlung sind, während mir die Aufträge durch die Lappen gehen, nein, jetzt greift sie auch die Netzneutralität an. Mit der Abschaffung von Flatrates und lustigen Drosselklauseln will man in Bonn nun vorgeben, was bevorzugt durch die eigenen Leitungen rast und was zurückgestuft wird. Hier sind natürlich die eigenen Dienste favorisiert, der Nutzer hat also so gut wie keine Chance mehr, sein Surfverhalten selbst zu bestimmen. Dass so das Ziel eines freien Netzes verletzt wird und die Telekom ihre Position am Markt ausnutzt, scheint dabei vor Ort niemanden zu interessieren. So weit, so lächerlich. Nun mal zu den angenehmen Seiten der Drosselung: Wie man sie halt so kennt, haben die Twitterer dieses Landes immer einen lockeren Spruch auf den Tasten und bewiesen auch gestern angenehmen Galgenhumor. Ein Storify über die Drosselkom. Weiterlesen →

Wale statt Boston Marathon? Nachgefragt bei N24

Zwei Bomben haben gestern den Marathon in Boston tragisch unterbrochen. Während in den Redaktionen weltweit die Köpfe heiß liefen, Eilmeldungen verschickt und Liveblogs aufgesetzt wurden, gingen auch Fernsehsender live drauf. Nur N24 nicht, die zeigten die durchaus sehenswerte Doku “Unser blauer Planet” und danach zum x-ten Mal eine Naturkatastrophendokumentation. Deutsche Nachrichtensender werden bereits seit einiger Zeit kritisch belächelt für ihre immer wieder kehrenden Hitlerfilme oder Weltuntergangsszenarien. Abwechslung bieten da meist nur die schlimmsten Gangs von Amerika und Verschwörungstheorien. Der Nachrichtengehalt beschränkt sich dann auf die regelmäßigen News und das nervige Laufband am unteren Bildschirmrand. Gestern wäre für einen Nachrichtensender eine gute Gelegenheit gewesen, zu zeigen, wo der Name herkommt. n-tv und Phönix taten dies, N24 nicht. Ich habe mal nachgefragt, ob man sich noch als Nachrichtensender sieht oder lieber die Positionierung als Doku-Kanal anstrebt. Weiterlesen →

Input (2): Mein Input-Workflow

Als Journalist bin ich immer auf der Suche nach Themen, Zusammenhängen und Infos rund um meine Themengebiete Medien, Social Media und Technikkram. Zu diesem Zweck nutze ich einige Tools, um Nachrichten zu aggregieren und für mögliche spätere Recherchen abzuspeichern – etwa einen RSS-Reader, die sozialen Netzwerke oder Read-it-Later-Dienste wie Instapaper. Im Zuge der baldigen Google Reader-Schließung stellte sich kürzlich im Netz die Frage, ob RSS-Reader noch zeitgemäß seien und wie der beliebte Google Reader ersetzt werden könne. In meiner kleinen Blog-Reihe “Input” stelle ich mir nach und nach allerhand Fragen rund um RSS und Nachrichtenaufnahme. Im zweiten Teil geht es um meinen Input-Workflow und natürlich bin ich auch auf eure Ideen und Tools gespannt. Weiterlesen →

Social Flattr: Weniger Einnahmen, mehr Wertschätzung

Flattr, diese tolle Erfindung aus Schweden, die es ermöglichen soll, im Internet auf freiwilliger Basis für Inhalte kleine Beträge zu spenden. Irgendwann, es muss vor etwas über einem Jahr gewesen sein, meldete auch ich mich dort an, weil ich an das Konzept des Micropayment glaubte und es auch heute noch tue. Schaut man sich die taz mit ihrer Zahlungsoffensive “taz zahl ich” an, wird klar, dass dieses Konzept aufgehen kann. Sicherlich lässt sich damit keine Zeitung finanzieren, aber durch die Flattr-Integration kommen bei der “taz” regelmäßig ordentliche Summen zusammen, mit denen man den ein oder anderen Journalisten gut bezahlen kann. Immerhin. Meine Anmeldung bei Flattr hatte damals weniger was damit zu tun, dass ich damit reich werden wollte. Es ging dabei viel mehr darum, anderen Inhalten – bzw. deren Autoren – eine Wertschätzung entgegen zu bringen. Dass dabei auch der ein oder andere Cent für mich abfällt, ist dabei eher ein positiver Nebeneffekt. Nachdem Flattr aber nie den wirklichen Schwung aufgenommen hat, startet es seit einiger Zeit eine neue, sozialmediale Offensive – hier “Social Flattr” genannt. Ein paar Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten, eine Erklärung, wie das alles funktioniert und warum ich denke, dass Social Flattr eine tolle Idee ist. Weiterlesen →

Input (1): Social Media vs. RSS-Reader

Als Journalist bin ich immer auf der Suche nach Themen, Zusammenhängen und Infos rund um meine Themengebiete Medien, Social Media und Technikkram. Zu diesem Zweck nutze ich einige Tools, um Nachrichten zu aggregieren und für mögliche spätere Recherchen abzuspeichern – etwa einen RSS-Reader, die sozialen Netzwerke oder Read-it-Later-Dienste wie Instapaper. Im Zuge der baldigen Google Reader-Schließung stellte sich kürzlich im Netz die Frage, ob RSS-Reader noch zeitgemäß seien und wie der beliebte Google Reader ersetzt werden könne. In meiner kleinen Blog-Reihe “Input” stelle ich mir nach und nach allerhand Fragen rund um RSS und Nachrichtenaufnahme. Im ersten Teil geht es um die Frage, ob soziale Medien den RSS-Reader vollends ersetzen können. Weiterlesen →

iOS 7-Wunschliste: Apple braucht kein Facebook Home, dafür aber mehr Möglichkeiten

War das schön gestern Abend? Mark Zuckerberg spielte Steve Jobs und stellte zusammen mit Kollegen Facebooks “neues Zuhause auf Android” vor. Natürlich weiß Zuckerberg um die Gerüchte eines eigenen Facebook-Phones und spielte den Kollegen der Tech-Ressorts mit dem Claim der Einladung in die Gerüchte-Karten. Letztlich wurde es kein eigenes Telefon, sondern ein Launcher für Android-Handys. Quasi wird Facebook jetzt zum Startbildschirm beim HTC First und ab dem 12. April auch downloadbar für alle anderen Android-Nutzer. Home dürfte zum Paradies für Werbekunden werden, denn Facebook hat nun Einblicke in das gesamte Telefonverhalten, was in der Regel auch Rückschlüsse auf den Schlaf, Essenszeiten und Co. zulässt. Grund genug, mal nicht (nur) über Facebook Home zu schreiben, sondern über das neue iOS 7, das – meiner Meinung nach – kein Facebook Home braucht (und es auch nie bekommen würde, da bin ich mir sicher), sondern mehr Möglichkeiten. Weiterlesen →

Shortcut Reader: Echter Mehrwert für die Print-Leser

Während meines osterlichen Schweiz-Aufenthalts habe ich die Möglichkeit bekommen, mal in das wöchentliche Magazin “Die Weltwoche” zu schauen und bin dort im Editorial (hier: “Intern”) auf den Hinweis gestoßen, man könne “Weltwoche”-Artikel “mit dem iPhone empfehlen und aufbewahren sowie Zusatzinhalte entdecken.” Dazu sei die App Shortcut Reader nötig, die ich natürlich sofort heruntergeladen und ausprobiert habe. Mein erstes Fazit: Wow! Doch im folgenden Artikel mehr dazu, wie Zeitungen und Magazine ihren Lesern für einen verhältnismäßig angenehmen Preis deutlichen Mehrwert bieten können und warum es schade ist, dass der Shortcut Reader in Deutschland nur von drei Publikationen angeboten wird. Weiterlesen →

Social Flattr: Weniger Einnahmen, mehr Wertschätzung

Flattr, diese tolle Erfindung aus Schweden, die es ermöglichen soll, im Internet auf freiwilliger Basis für Inhalte kleine Beträge zu spenden. Irgendwann, es muss vor etwas über einem Jahr gewesen sein, meldete auch ich mich dort an, weil ich an das Konzept des Micropayment glaubte und es auch heute noch tue. Schaut man sich die taz mit ihrer Zahlungsoffensive “taz zahl ich” an, wird klar, dass dieses Konzept aufgehen kann. Sicherlich lässt sich damit keine Zeitung finanzieren, aber durch die Flattr-Integration kommen bei der “taz” regelmäßig ordentliche Summen zusammen, mit denen man den ein oder anderen Journalisten gut bezahlen kann. Immerhin. Meine Anmeldung bei Flattr hatte damals weniger was damit zu tun, dass ich damit reich werden wollte. Es ging dabei viel mehr darum, anderen Inhalten – bzw. deren Autoren – eine Wertschätzung entgegen zu bringen. Dass dabei auch der ein oder andere Cent für mich abfällt, ist dabei eher ein positiver Nebeneffekt. Nachdem Flattr aber nie den wirklichen Schwung aufgenommen hat, startet es seit einiger Zeit eine neue, sozialmediale Offensive – hier “Social Flattr” genannt. Ein paar Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten, eine Erklärung, wie das alles funktioniert und warum ich denke, dass Social Flattr eine tolle Idee ist. Weiterlesen →

Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Dieses Twitter. Da passt man einmal nicht auf und schon verlinken mehrere große Nachrichtenportale auf die eigenen Tweets. So beispielsweise das “Hamburger Abendblatt“, die “Hamburger Morgenpost” und der “Express“. Das “Hamburger Abendblatt” hat sich sogar die Überschrift bei mir geklaut, die MoPo zumindest zum Teil. Doch darum soll es hier nicht gehen. Vielmehr darum, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, auf fremde Inhalte zu verlinken – mal unabhängig davon, ob das jetzt meine Tweets oder die eines anderen Users sind oder einfach nur ein Link auf eine Quelle. Darum hier das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man richtig. Weiterlesen →

Warum ich eine Zeitung mit gelegentlich weißen Flecken kaufen würde

Auf seinem tollen Blog “Deadline” beim schweizer “Tagesanzeiger” fragt Journalist Constantin Seibt, ob seine Leser eine Zeitung kaufen würde, die gelegentlich mit weißen Flecken erscheinen würde. Diese solle die Redaktion immer dann lassen, wenn ein Artikel aus zeitlichen Gründen noch nicht den Qualitätsstandards des Mediums gerecht wird. Stattdessen, so schlägt Seibt vor, sollte sie den Platzhalter mit “Hier sollte eigentlich ein Artikel über {hier das Thema} stehen. Leider ist er noch nicht wirklich perfekt. Aber wir arbeiten hart daran, ihn bis zur nächsten Ausgabe hervorragend zu machen.” betiteln und am nächsten Tag mit mehr Ruhe an das Thema rangehen. Ein paar Gedanken dazu, warum ich eine solche Zeitung ebenfalls sofort abonnieren würde. Weiterlesen →

Crowdsourcing: Journalistisch sinnvolle Anwendungszwecke für #Vine

Vine ist die neueste Social Media-Spielerei aus dem Hause Twitter. In maximal sechs Sekunden kann der videointeressierte Nutzer kurze Filme produzieren und auf der Plattform teilen. Eine Erklärung, was Vine ist und wie es funktioniert, habe ich hier letzte Woche für die “Netzpiloten” mal zusammengeschrieben. Für uns Journalisten sind solch neue Ansätze immer sehr spannend, weil sich hieraus durchaus auch journalistisch sinnvolle Anwendungszwecke ergeben können. Um diese zu finden möchte ich hier eine Plattform für Diskussionen und Ideen, Kreativität und Experimentierfreudigkeit geben. Crowdsourcing für Vine. Weiterlesen…

Journalisten: Selbstdarsteller, die

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich mir denn anmaßen könne, als Journalist eine Fanpage zu betreiben. Und auch vielen Kollegen – das weiß ich aus vielen langen Gesprächen – ergeht es meist nicht anders. In Zeiten des Internets, wo Blogs, Twitter, Tumblr und Facebook zum obligatorischen Handwerkszeug eines jeden Journalisten gehören sollten, wird die berichtende Zunft gerne als Ansammlung eingebildeter Selbstdarsteller betitelt. Warum das nicht stimmt und warum wir uns dennoch auf einem schmalen Grat bewegen. Weiterlesen →

Aus diesem Fernsehen: “Quelle: DVD”

Es ist das wohl schlimmste Verbrechen der heutigen Fernsehwelt. Nein, nicht “Berlin – Tag & Nacht”, sondern der Trend der besonders präzisen Quellenangaben unter eingespieltem Fremdmaterial. Es ist beachtlich, welches Repertoire aus juristischem Unsinn sich die Fernsehredaktionen heutzutage einfallen lassen. Die neuste Erfindung: “Quelle: DVD”. Weiterlesen →

Twitter-Accounts von Fernsehsendern unter die Lupe genommen

Im März 2012 habe ich hier im Blog die “Twitter-Accounts von Printmedien unter die Lupe genommen“. Eine Auflistung von einigen deutschsprachigen Printerzeugnissen, die Twitter für ihre Zwecke manchmal besser, manchmal schlechter einsetzen. Mein E-Mail-Postfach war schnell mit Ausreden á la “Aber bald…” und “Wir haben aber vor zu…” und “Bitte schreiben Sie das so nicht, Herr Gillen, weil …” gefüllt und die Tipps zu weiteren Accounts rissen einfach nicht ab. Da in diesem Bereich offenbar ein großes Interesse besteht, geht die “Twitter-Accounts von XYZ unter die Lupe genommen”-Reihe nun in die zweite Runde – mit Fernsehsendern. Weiterlesen →

ChatRoulette: Der digitale Exhibitionist

Mit Exhibitionismus bringen wir häufig den unbekannten Mann im Park in Verbindung, der sich vor den Augen anderer Menschen entblößt und sich dabei erregt. Doch in Zeiten des Internets sind die Gefahren grade für Kinder umso größer, Opfer von digitalen Exhibitionisten zu werden. Frei zugänglich, kostenlos und ohne Anmeldung. Weiterlesen…

Twitter-Accounts von Printmedien unter die Lupe genommen

“Man muss die Leser da erreichen, wo sie sind!”. Ein Statement, dass sich inzwischen auch viele Printredaktionen zu Herzen genommen und sich in den sozialen Netzwerken angemeldet haben, denn dort verbringen wir nunmal die meiste Zeit im Netz. Im folgenden möchte ich ein paar Twitter-Accounts von Printmedien unter die Lupe nehmen. Nein, nein, keine Angst: Es wird keine langweiligen Statistiken geben, sondern ganz unzensiert meine Meinung zum Social Media-Verhalten der Onliner. Dabei mache ich zwischen Tages-, Wochen- und Monatspublikationen keinen Unterschied, sondern nehme alles, was den toten Baum zum publizieren nutzt und teils auch die Accounts, die nur für die Onlineportale der Printmedien sind. Genug gequatscht, los geht’s und das komplett ohne jede Rang- oder Reihenfolge. Erweiterungen werden bei Zeiten folgen. Weiterlesen →