Ich liebe meinen Beruf. Journalismus ist für mich eine Leidenschaft, gewissermaßen auch ein Hobby. Doch ist es auch ein Beruf, der sich in Zeiten von Internet und Smartphone auf den gesamten Tagesablauf auswirken kann. Ich habe meist die Mails gecheckt, die neusten Newsletter überflogen und die Themenlage auf Twitter, Facebook und via RSS-Reader gescannt, noch bevor ich einen Fuss aus dem Bett bewegt habe. Ständiger Kontakt mit den Lesern, Erreichbarkeit für die Auftraggeber – ein Leben für die Arbeit. Ich lese Bücher über Journalismus, soziale Netzwerke, Netzpolitik, schaue Sendungen und neue Formate im Fernsehen, um später darüber zu schreiben, treffe mich mit Kollegen zum Essen, um über Medienthemen zu sprechen. Ich bin froh, noch nicht von meinem Job zu träumen. Ein Experiment. Weiterlesen →
Testbericht: Was ich über iOS 7 denke und wie man es ohne Dev-Account installiert

iOS 7, das komplett redesignte Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch, ist seit Montag in der ersten Beta-Version für Entwickler online. Jonathan Ive, Apples Chef-Designer, hat ganze Arbeit geleistet, die Icons und sonstige Designelemente in iOS 7 umzugestalten. Die Meinungen über das neue Aussehen gehen auseinander, von totaler Begeisterung bis zu einem spöttischen “Jony Ive redesigns things“-Tumblr ist alles dabei. Ich habe mir die erste Beta-Version für Entwickler auf mein iPhone 4 gepackt und möchte meinen Senf zu den Neuerungen abgeben. Zudem gibt es eine kleine Anleitung, wie man iOS 7 auch ohne UDID-Aktivierung und Entwickler-Account laden und aktivieren kann. Weiterlesen →
Gehört Stefan Raabs “Doosh”-Duschkopf in den “SPIEGEL”?
Ich mag Stefan Raab. Seine Ideen, Experimentierfreude und Showprojekte sind wichtig für das deutsche Fernsehen, das ohnehin zunehmend langweiliger wird. Ich mag es, “TV total” live im Studio anzusehen und gehöre zu den wenigen Menschen, die nach gefühlt achtzehn Stunden “Schlag den Raab” immer noch vor dem Bildschirm hängen. Zudem mag ich den “SPIEGEL”. Auch wenn er nicht mehr so dominant ist, wie vor einigen Jahren, so ist er für mich doch noch das bedeutendste Magazin im deutschen Journalismus und demnach eine Pflichtlektüre (- wenn auch nicht mehr im Abo). Und doch frage ich mich bei der dieswöchigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins, ob mir diese zwei Dinge – Stefan Raab und der “SPIEGEL” – im folgenden Kontext zusammen gefallen. Es geht um Raabs neueste Erfindung: Einen Duschkopf. Weiterlesen →
“Wählen Sie politisch unkorrekt”: Mit der Partei Zukunft Durch Fernsehen zur Bundestagswahl 2013
Politikverdrossenheit in Deutschland? Pah! Jetzt wird alles anders. Die Partei Zukunft Durch Fernsehen, kurz ZDF genannt, geht mit dem Slogan “Wählen Sie politisch unkorrekt” bei der Bundestagswahl 2013 an den Start. Mit Spitzenkandidat Oliver Welke, der bislang stets für knallharte politische Diskussionen sorgte, und seinen zwei tatkräftigen Kollegen Urban Priol (Bild) und Frank-Markus Barwasser will ZDF bei der Bundestagswahl gegen Peer Steinbrück und Angela Merkel antreten. Sehen Sie hier den tiefgründigen Wahlwerbespot von Zukunft Durch Fernsehen und wählen auch Sie im Herbst 2013 Orange! Für eine orange Regierung. Weiterlesen →
Spott über Telekom-Drosselung: Storify zur #Drosselkom
Na bravo, liebe Telekom. Nicht nur, dass die Mitarbeiter mancher Abteilung teils vollständig in einer Betriebsversammlung sind, während mir die Aufträge durch die Lappen gehen, nein, jetzt greift sie auch die Netzneutralität an. Mit der Abschaffung von Flatrates und lustigen Drosselklauseln will man in Bonn nun vorgeben, was bevorzugt durch die eigenen Leitungen rast und was zurückgestuft wird. Hier sind natürlich die eigenen Dienste favorisiert, der Nutzer hat also so gut wie keine Chance mehr, sein Surfverhalten selbst zu bestimmen. Dass so das Ziel eines freien Netzes verletzt wird und die Telekom ihre Position am Markt ausnutzt, scheint dabei vor Ort niemanden zu interessieren. So weit, so lächerlich. Nun mal zu den angenehmen Seiten der Drosselung: Wie man sie halt so kennt, haben die Twitterer dieses Landes immer einen lockeren Spruch auf den Tasten und bewiesen auch gestern angenehmen Galgenhumor. Ein Storify über die Drosselkom. Weiterlesen →
Wale statt Boston Marathon? Nachgefragt bei N24
Zwei Bomben haben gestern den Marathon in Boston tragisch unterbrochen. Während in den Redaktionen weltweit die Köpfe heiß liefen, Eilmeldungen verschickt und Liveblogs aufgesetzt wurden, gingen auch Fernsehsender live drauf. Nur N24 nicht, die zeigten die durchaus sehenswerte Doku “Unser blauer Planet” und danach zum x-ten Mal eine Naturkatastrophendokumentation. Deutsche Nachrichtensender werden bereits seit einiger Zeit kritisch belächelt für ihre immer wieder kehrenden Hitlerfilme oder Weltuntergangsszenarien. Abwechslung bieten da meist nur die schlimmsten Gangs von Amerika und Verschwörungstheorien. Der Nachrichtengehalt beschränkt sich dann auf die regelmäßigen News und das nervige Laufband am unteren Bildschirmrand. Gestern wäre für einen Nachrichtensender eine gute Gelegenheit gewesen, zu zeigen, wo der Name herkommt. n-tv und Phönix taten dies, N24 nicht. Ich habe mal nachgefragt, ob man sich noch als Nachrichtensender sieht oder lieber die Positionierung als Doku-Kanal anstrebt. Weiterlesen →
Input (2): Mein Input-Workflow
Als Journalist bin ich immer auf der Suche nach Themen, Zusammenhängen und Infos rund um meine Themengebiete Medien, Social Media und Technikkram. Zu diesem Zweck nutze ich einige Tools, um Nachrichten zu aggregieren und für mögliche spätere Recherchen abzuspeichern – etwa einen RSS-Reader, die sozialen Netzwerke oder Read-it-Later-Dienste wie Instapaper. Im Zuge der baldigen Google Reader-Schließung stellte sich kürzlich im Netz die Frage, ob RSS-Reader noch zeitgemäß seien und wie der beliebte Google Reader ersetzt werden könne. In meiner kleinen Blog-Reihe “Input” stelle ich mir nach und nach allerhand Fragen rund um RSS und Nachrichtenaufnahme. Im zweiten Teil geht es um meinen Input-Workflow und natürlich bin ich auch auf eure Ideen und Tools gespannt. Weiterlesen →
Social Flattr: Weniger Einnahmen, mehr Wertschätzung
Flattr, diese tolle Erfindung aus Schweden, die es ermöglichen soll, im Internet auf freiwilliger Basis für Inhalte kleine Beträge zu spenden. Irgendwann, es muss vor etwas über einem Jahr gewesen sein, meldete auch ich mich dort an, weil ich an das Konzept des Micropayment glaubte und es auch heute noch tue. Schaut man sich die taz mit ihrer Zahlungsoffensive “taz zahl ich” an, wird klar, dass dieses Konzept aufgehen kann. Sicherlich lässt sich damit keine Zeitung finanzieren, aber durch die Flattr-Integration kommen bei der “taz” regelmäßig ordentliche Summen zusammen, mit denen man den ein oder anderen Journalisten gut bezahlen kann. Immerhin. Meine Anmeldung bei Flattr hatte damals weniger was damit zu tun, dass ich damit reich werden wollte. Es ging dabei viel mehr darum, anderen Inhalten – bzw. deren Autoren – eine Wertschätzung entgegen zu bringen. Dass dabei auch der ein oder andere Cent für mich abfällt, ist dabei eher ein positiver Nebeneffekt. Nachdem Flattr aber nie den wirklichen Schwung aufgenommen hat, startet es seit einiger Zeit eine neue, sozialmediale Offensive – hier “Social Flattr” genannt. Ein paar Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten, eine Erklärung, wie das alles funktioniert und warum ich denke, dass Social Flattr eine tolle Idee ist. Weiterlesen →

Dieses Twitter. Da passt man einmal nicht auf und schon verlinken mehrere große Nachrichtenportale auf die eigenen Tweets. So beispielsweise das “
Auf seinem tollen Blog “Deadline” beim schweizer “Tagesanzeiger”
Vine ist die neueste Social Media-Spielerei aus dem Hause Twitter. In maximal sechs Sekunden kann der videointeressierte Nutzer kurze Filme produzieren und auf der Plattform teilen. Eine Erklärung, was Vine ist und wie es funktioniert, habe ich
Es ist das wohl schlimmste Verbrechen der heutigen Fernsehwelt. Nein, nicht “Berlin – Tag & Nacht”, sondern der Trend der besonders präzisen Quellenangaben unter eingespieltem Fremdmaterial. Es ist beachtlich, welches Repertoire aus juristischem Unsinn sich die Fernsehredaktionen heutzutage einfallen lassen. Die neuste Erfindung: “Quelle: DVD”.
Im März 2012 habe ich hier im Blog die “
