Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

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Linkgeiz 21 e1363955751582 620x328 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtigDieses Twitter. Da passt man einmal nicht auf und schon verlinken mehrere große Nachrichtenportale auf die eigenen Tweets. So beispielsweise das “Hamburger Abendblatt“, die “Hamburger Morgenpost” und der “Express“. Das “Hamburger Abendblatt” hat sich sogar die Überschrift bei mir geklaut, die MoPo zumindest zum Teil. Doch darum soll es hier nicht gehen. Vielmehr darum, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, auf fremde Inhalte zu verlinken – mal unabhängig davon, ob das jetzt meine Tweets oder die eines anderen Users sind oder einfach nur ein Link auf eine Quelle. Darum hier das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man richtig.

Es geht um diesen Tweet, den ich bei der Papst-Wahl abgesetzt habe: “Wetten laufen: Wann bezeichnet Peer Steinbrück den neuen Papst als Clown?”

Medium Verlinkt? Storify?
Hamburger Abendblatt Nein Nein
Express Nein Nein
RP Online Ja, aber Fehler in URL Nein
Südkurier Nein Ja, mit eigenem “Möchtegern-Storify”
SAT.1 Nein Nein
Hamburger Morgenpost Nein Nein

Quelle für den Artikel mit den Netzstimmen waren KNA (“Katholische Nachrichtenagentur”) und dpa (“Deutsche Presseagentur”)

Hier also das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man richtig

Twitter

Linkgeiz 1 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Bei Twitter geht das Verlinken ganz einfach. Und das mit mehreren Möglichkeiten:

Möglichkeit Nummer 1

Klick auf “Mehr”
Klick auf “Einbetten”
Einbett-Code auf der nächsten Seite mit STRG+C (PC) oder CMD+C (Mac) kopieren
Einbett-Code an gewünschter Stelle mit STRG+V (PC) oder CMD+V (Mac) einfügen

Möglichkeit Nummer 2

Klick auf die Uhrzeit oben rechts (im Bild “16h”)
Link aus der Adressleiste auf der nächsten Seite mit STRG+C (PC) oder CMD+C (Mac) kopieren
Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) oder CMD+V (Mac) einfügen


Facebook

Linkgeiz 2 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Auf die Zeitangabe klicken
Link aus der Adressleiste auf der nächsten Seite mit STRG+C (PC) oder CMD+C (Mac) kopieren
Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) oder CMD+V (Mac) einfügen


Google+

Linkgeiz 3 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Auf die Zeitangabe klicken
Link aus der Adressleiste auf der nächsten Seite mit STRG+C (PC) oder CMD+C (Mac) kopieren
Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) oder CMD+V (Mac) einfügen


Blogs und andere Nachrichtenseiten

Linkgeiz 4 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Auf den entsprechenden Artikel klicken
Link aus der Adressleiste auf der nächsten Seite mit STRG+C (PC) oder CMD+C (Mac) kopieren
Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) oder CMD+V (Mac) einfügen


Kommentare aus Blogs

Linkgeiz 5 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Klickt man auf die Zeitangabe, ändert sich die URL zu einem Direktlink zum Kommentar
Link aus der Adressleiste auf der nächsten Seite mit STRG+C (PC) oder CMD+C (Mac) kopieren
Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) oder CMD+V (Mac) einfügen


Verlinken mit Storify

Linkgeiz 71 Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig

Anmelden mit Twitter- oder Facebook-Account oder eigenen Account erstellen
Klick auf “Create Story”
Inhalte aus dem Internet zusammensuchen und kommentieren
Klick auf “Publish”
Storify einbetten

Positiver Nebeneffekt: Die Inhalte sind alle schon verlinkt.


Das Verlinken ist also gar nicht so schwer. Gerade beim Einbetten von Twitter- und Facebook-Meldungen eignet sich Storify zudem ideal. Es gibt also ab sofort keine Ausreden mehr, Inhalte und Quellen nicht mehr zu verlinken.

P.S.: Nachverlinken ist auch nicht verboten! ;-)
P.P.S.: Der “Kölner Stadt-Anzeiger” und Sina Gritzuhn machen wunderbar vor, wie es geht.

24 Gedanken zu „Das ultimative Handbuch für Nachrichtenportale: So verlinkt man aus sozialen Netzwerken richtig“

  1. Absolut berechtigte Kritik!!!
    Ich finde es super, dass du dich nicht wie so viele andere drüber aufregst und rumfluchst, sondern aufzeigst wie es geht und wie man es richtig machen sollte. Nieder mit dem Linkgeiz! ;-)

  2. Als junger Journalist denkt man manchmal: Das kann doch nicht so schwer sein, das richtig zu machen. Was man dann häufig nicht sieht ist: Wer eine Sache häufig macht, für den ist das Routine. Wer nicht so häufig damit zu tun hat, dem ist eine gute Erklärung eine große Hilfe. Das gilt für jung und alt, daher habe ich dich mit deiner guten und ausführlichen Erklärung in unseren YOUdaz Media Linksverkehr aufgenommen.

    1. Hallo Herr Krauß, vielen Dank dafür! Es ist aber doch eigentlich traurig, dass es für die großen Portale nicht zur Routine geworden ist, oder? Und ich denke, dahinter steht eher die Angst, dass die Menschen dann nicht mehr wiederkommen (wenn auf andere große Seiten verlinkt wird), was natürlich vollkommener Quatsch ist. Wie dem auch sei, danke für den Link!

      1. Hallo Herr Gillen,
        da stimme ich Ihnen zu. Links zu setzen, das sollten inzwischen die großen, wie auch die kleinen Portale begriffen haben. Das gehört zu den Grundlagen des Internets. Und: Die Angst, dass Menschen nicht mehr wiederkommen, ist aus meiner Sicht ein großer Irrtum der Medienbranche. Links zu setzen und auch auf gute Inhalte der Konkurrenz zu verlinken ist ein Zeichen von Selbstbewusstsein und besonders auch von Qualität. Es ist außerdem ja keine Einbahnstraße. Der Umgang mit sozialen Medien und die Feinheiten damit, dazu zählt aus meiner Erfahrung das Einbetten oder Verlinken von Inhalten, ist aber noch einmal anders zu sehen, da hier das Setzen von Links und der Umgang bzw. das Know-how in Bezug auf die sozialen Netzwerke kombiniert werden müssen. Das kann abschreckend wirken, daher finde ich es immer gut, wenn man Kollegen eine gute und verständliche Anleitung bei Bedarf zur Hand geben kann.

        1. Ich denke, dass es nur zu einem kleinen Teil Angst ist, Leser zu verlieren. Ich glaube aber auch nicht, dass die treffende Begründung von Martin Krauß sich überall durchgesetzt hat. Ich denke vielmehr, dass es der Aufwand ist. Wenn sogar ein Portal wie sueddeutsche.de, das “das Netz” verstanden hat und in Stefan Plöchinger einen in meinen Augen fantastischen Chefredakteur hat, sagt, dass Links nice to have sind, aber Verlinkung auch hier und da untergeht, wie soll das dann erst bei kleineren Portalen sein?
          Bei Texten, die wir aktiv über die Netzwerke verbreiten, bemühen wir uns, entsprechend nachgearbeitet oder gleich schon beim Schreiben daran gedacht zu haben. Texte sind aber auf vielen Portalen oftmals auch zunächst für Print geschrieben… Das geht so weit, dass ich ewig lange Texte über ein YoutUbe-Video lese – ohne Link, geschweige denn, dass es eingebettet ist…
          Ich habe michzunächst gefragt, was der Blogbeitrag soll – und bleibe auch noch ein wenig bei der Frage: Die, die es am nötigsten haben, werden vermutlich nicht darüber stolpern. :-(
          Ich habe ihn mir aber jetzt auch gebookmarkt, und bin mir sicher, dass es Gelegenheiten gibt, bei denen ich ihn gerne empfehlen werde. Also: Danke vielmals!

          1. Hallo Lars, vielen Dank für deinen Kommentar. Den “print-first”-Aufwand verstehe ich. Hier wäre natürlich ein Hinweis schön, wann und wo dieser Artikel zuerst im Print erschienen ist (siehe NYT). Der findige (Online-)Leser wird sich dann seinen Teil zu den Links vielleicht denken. Aber wenn man weiß, dass ein Artikel später noch im Netz rausgehauen wird, ist es doch auch nicht viel Arbeit, seine Recherchelinks kurz zwischenzuspeichern. Dann fällt der große Aufwand ja weg? Grüße, Tobias

            1. Hallo Tobias, Hallo Lars,
              vielleicht ist es nicht die Angst, von der ich geschrieben habe. Es kann gut sein, dass hier bereits in den Redaktionen die richtigen Schritte für ein Prozess des Umdenkens unternommen wurden.

              Tobias Vorschlag erinnert mich jedoch an mehrere Debatten, die ich in unterschiedlichen Medien (Online-, wie Rundfunk- und Holzmedien) mitbekommen habe. Häufig war es etwas, was ich nicht anders, als mit Ignoranz dem Medium Internet gegenüber, beschreiben kann, was dort die Totschlagargumente waren. Zugespitzt formuliert: Dann kann ich auch gleich auf alles und jeden verlinken, wenn ich mir jetzt über das Setzen von Links auch noch Gedanken machen soll.

              Daher vermute ich: Die Bereitschaft ist in Redaktionen nicht gerade dafür hoch, dass Recherchelinks zur Verfügung gestellt werden. Sei es Angst davor oder Ignoranz dem Medium gegenüber – es ist ein weiteres Zeichen für den Medienwandel. Und damit meine ich jetzt vor allem das Umdenken in den Köpfen der Leute, die die Medien / journalistische Inhalte produzieren. Ich stimme Lars zudem zu, dass wahrscheinlich diesen Blogpost nur die wenigsten Lesen, die es wirklich betrifft. Aber wenn diese in der Redaktion darauf hinweisen, kann er vielleicht auch einen weiteren Leserkreis finden.

              Zu Lars noch ein Gedanke: Du fragst, wie das erst bei kleineren Portalen sein soll. Natürlich ist hier mehr Arbeit mit weniger Ressourcen zu schaffen, das ist keine Frage. Vielleicht haben aber auch die kleineren Portale die Möglichkeit hier genau den Mehrwert zu bieten, den das Publikum auf den großen Portalen, die im bundesweiten Wettbewerb stehen, nicht findet. Zumindest habe ich das so in der letzten Zeit wahrgenommen und sehe es als Chance. Qualität, was immer sie sein mag, soll sich ja rumsprechen – hab ich gehört ;). Grüße, Martin

      2. Es ist vor allem deshalb traurig, weil die Onlinemedien mit diversen Buttons (FB, Twitter, G+, etc.) zum Verlinken animieren, aber beim korrekten Angeben eine Quelle sparsam sind.

  3. Vielen Dank für den guten Artikel. So hat man alle Tipps und Hinweise beisammen. Ich hab mir das gebookmarkt und will’s berücksichtigen.

  4. „Verlinken mit Storify“

    Hmm, so lange, bis der Dienst die Segel streicht. Dann sind nämlich alle Zitate mal eben flugs entwertet, weil die Einbettungen ins Leere laufen. Besser Textzitate + Deeplink verwenden. Sind weniger schick, dafür aber solide.

    1. Das ist richtig. Aber multimediales Storytelling ist ja im neuen Journalismus auch ein heißes Thema. Da kann Storify schon sehr nützlich sein. Zudem macht der Dienst auf mich nicht den Eindruck, als würde er auf absehbare Zeit die Segel streichen. Aber du hast natürlich recht: Wenn, dann sieht es schlecht aus mit den Links.

  5. Auf Twitter fallen mir noch weitere Möglichkeiten ein, die ich häufiger benutze (nicht mit Mac):

    Möglichkeit Nummer 3:
    1) Rechtsklick auf “Öffnen”
    2) Klick auf “Link-Adresse kopieren” (Firefox; bei anderen Browsern evtl. abweichende Formulierung)
    3) Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) einfügen

    Möglichkeit Nummer 4:
    1) Rechtsklick auf die Uhrzeit oben rechts (im Bild “16h”)
    2) Klick auf “Link-Adresse kopieren” (Firefox; bei anderen Browsern evtl. abweichende Formulierung)
    3) Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) einfügen

    Möglichkeit Nummer 5 (meine Lieblingsmethode):
    1) Klick auf “Öffnen” (stellt Kontext her und ist daher ohnehin das Mindeste, was man mit Tweets aus der Timeline tun sollte, bevor man sie verlinkt; auch Datum und Uhrzeit werden dann angezeigt)
    2) Rechtsklick auf “Details”
    3) Klick auf “Link-Adresse kopieren” (Firefox; bei anderen Browsern evtl. abweichende Formulierung)
    4) Kopierten Link in HTML-Code mit STRG+V (PC) einfügen

  6. Schöne Anleitung für Menschen, die eigentlich wissen sollten, wie es geht.

    Ich bin auch immer wieder erstaunt, welche Zeitungen auf ihren Webseiten zu Experten, die sie zitieren, verlinken und welche nicht. Je kleiner die Zeitung, umso eher wird meiner Erfahrung nach verlinkt.

  7. Herzlichen Dank für diesen Artikel, der mir aus der Seele spricht.
    Bei allem Verständnis für ältere Kollegen in den Redaktionen, aber wenn schon verlinkt wird, dann bitte richtig. Wie heißt es so schön: Was nicht gefunden wird, ist nicht passiert. – Und das wäre doch wirklich zu schade.

  8. Kleine Ergänzung: Bei Google+ gibt’s noch ‘ne zweite Möglichkeit. Rechts oben im zu verlinkenden Beitrag ist ein kleiner grauer Kreis mit einem Pfeil nach unten. Da draufklicken und im aufpoppenden Menü auf “Link zum Beitrag” klicken. Alles, was dann noch zu tun ist, wird in einem kleinen Fenster idiotensicher erklärt.

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