How To: Mehr Reichweite durch Twitter Cards

Bild von Twitter Cards für eine Anleitung, wie man sie einsetzt
Mit Twitter Cards soll man seine Reichweite steigern können

Twitter Cards sind kleine Vorschautexte, die unter Links in Tweets angezeigt werden. Ähnliches kennt man zum Beispiel schon von Facebook- oder Google+-Postings. Was genau dahinter steckt und wie man sie einrichtet.

Über einen Blogpost von Björn Tantau bin ich erst wirklich konkret darauf aufmerksam geworden: Twitter Cards. Eine Funktion, die es schon etwas länger gibt, von der ich auch immer wieder mal was gehört habe – es aber nie für nötig hielt, sie hier im Blog mal auszuprobieren. Tantau spricht in dem Text von einer Steigerung der Klickrate auf Twitter-Links von um die 10 Prozent. In Anbetracht des geringen Aufwands, den die Einrichtung kostet, definitiv eine spannende Sache, finde ich.

Doch der Reihe nach: Twitter Cards sind kleine Vorschautexte, die angezeigt werden, wenn in einem Tweet ein Link geteilt wird. Etwas Ähnliches kennt man von Facebook oder Google+, wo aus Links automatisch Überschrift, Einleitung und das Artikelbild herausgezogen und unter dem Posting angezeigt werden:

Das Vorschaubild bei Facebook Screenshot des Vorschaubildes bei Google+

Lange Zeit hatte man das Gefühl, dass Twitter Cards nur was für die großen Nachrichtenseiten sind. Eigentlich Quatsch, denn auch kleine Blogs können sich schnell und einfach um die Teilnahme an dem Programm bewerben. Anders als bei Facebook oder Google+ möchte Twitter die URL, um die es geht, vorher noch einmal gegenchecken. Dafür aber muss man erst einmal ein bisschen Vorarbeit leisten.

Es geht um Metatags, die Twitter für die Bewerbung braucht. Die kann man sich entweder beim Card Validator im Entwicklerbereich von Twitter selbst generieren und anschließend in die Website oder das Blog einfügen. Das sieht dann in etwa so aus:

<meta name="twitter:card" content="summary"/>
<meta name="twitter:site" content="xyz"/>
<meta name="twitter:title" content="xyz"/>
<meta name="twitter:description" content="xyz"/>
<meta name="twitter:creator" content="xyz"/>
<meta name="twitter:image:src" content="xyz"/>
<meta name="twitter:domain" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:name:iphone" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:name:ipad" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:name:googleplay" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:url:iphone" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:url:ipad" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:url:googleplay" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:id:iphone" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:id:ipad" content="xyz"/>
<meta name="twitter:app:id:googleplay" content="xyz"/>

Einfacher geht es aber mit einem Plugin, in dem Fall für WordPress. Davon gibt es einige, ich habe mich – wie Tantau empfiehlt – für JM Twitter Cards entschieden. Nachdem man es im Backend installiert und aktiviert hat, trägt man dort alle nötigen Angaben ein. Beim Bild sollte man darauf achten, dass es zum Card-Typ passt. Ein horizontales Bild passt etwa nicht zu einer Summary-Card mit quadratischem Bild.

Die verschiedenen Layouts der Twitter Cards
Die verschiedenen Layouts der Twitter Cards

Ist der Twitter-Card-Code eingefügt, entweder über das Plugin oder direkt im Quellcode, kann man sich nun endlich bei Twitter bewerben. Das geht ebenfalls im Card Validator unter dem Punkt „Validate & Apply“. Dort muss man die URL eines einzelnen Blogposts eintragen. Passt alles, kann man in der Vorschau rechts daneben sehen, wie die Cards künftig aussehen werden.

Anschließend bewirbt man sich, wartet maximal zwei Tage und kann sich über das Ergebnis freuen. In meinem Fall sieht der ganze Spaß dann so aus:

Ob sich dadurch die Klickrate auf Twitter nun wirklich um 10 Prozent steigern lässt, werde ich in den nächsten Tagen beobachten. Ich bin gespannt!

UPDATE, 11. April 2014: Sechs Wochen später – ein erstes Zwischenfazit mit meinen Erkenntnissen.


Nutzt du Twitter Cards für dein Blog? Und: Sind sie dir schon mal auf Twitter aufgefallen? Lass es mich weiter unten wissen!

Autor: Tobias Gillen

ist Medien- und Technik-Journalist aus Köln. Bei seiner Arbeit schreibt er auf Papier und ins Netz über alte, neue und soziale Medien. Er ist Autor des Buchs "Spurlos & Verschlüsselt!" und Chefredakteur von BASIC thinking.

11 Gedanken zu „How To: Mehr Reichweite durch Twitter Cards“

  1. Hallo,

    mir fehlt eine Anleitung, wie ich sie sinnvoll einrichte.

    Installation ist ja nicht das Ding. Aber es sagt keiner, dass die Bilder eine bestimmte größe haben müssen oder wie man ein extra Twitter-Card Bild einfügt. Wo müssen die Haken gesetzt werden, damit es wie gewünscht aussieht. Diese Info fehlt und läßt so manchen verzweifeln, der sich gerade mit dem Thema beschäftigt. Was man auch sehr anschaulich auf Twitter bei vielen sieht, wenn das Vorschaubild eben nicht geladen wird.

    Trag das doch hier mal nach um einen echten Mehrwert zu schaffen.

    Gruß Marlene

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